Archiv für den Monat Dezember 2012

Die perfekte App für gute Vorsätze

Mens Health App

Am Ende des Jahres stehen viele einmal mehr vor der Frage: Was werde ich im neuen Jahr besser machen? Genau, es ist Zeit für gute Vorsätze. Ganz oben auf der Liste ist oft der Wunsch nach mehr Bewegung.

Erst kürzlich bin ich auf eine wunderbare App von Men´s Health gestossen, welche das Einhalten solcher Vorsätze vielleicht etwas erleichtert: Der Personal Trainer, zu finden im App Store. Natürlich propagiert das Magazin die App primär für den Muskelaufbau – man sollte sich jedoch vom Bild des Bodybuilders nicht entmutigen lassen. Denn darüber hinaus finden sich auch zahlreiche weitere Workouts, so etwa zur Verbesserung von Flexibilität und Stabilität oder auch – mein Favorit – zur Stärkung des Rumpfs.

Die Basisversion ist gratis,das Upgrade für fünf Franken kann ich auf jeden Fall empfehlen. Wer will kann sogar seine komplettierten Workouts auf Facebook teilen. Doch das lasse ich dann doch lieber bleiben, meine Freunde sollen ja nicht zu genau wissen, ob ich meine Vorsätze auch einhalte…

20x Antibiotika pro Kalb!

Erschreckende Zahlen über die Verabreichung von Antibiotika bei konventionell gemästeten Kälbern in der Schweiz: Jedes Kalb erhält in seinem leider kurzen Leben durchschnittlich 20 (!) Tagesdosen Antibiotika verabreicht. Häufig sogar rein präventiv. (Hier gehts zum entsprechenden Artikel)

Dass diese Stoffe anschliessend direkt in unseren Stoffwechsel gelangen, ist klar. Des weiteren hat die unkritische Verabreichung von Antibiotika an Menschen zugenommen. Dies sind zwei wichtige Gründe für die starke Zunahme der Resistenz von Keimen gegenüber Antibiotika der letzten Jahre. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen… denn antibiotika-resistente Keime können im Notfall schon bald nicht mehr effektiv bekämpft werden.

Ich für meinen Teil versuche meinen Beitrag zu leisten, indem ich Bio-Fleisch esse, mein Immunsystem täglich stärke und im Krankheitsfall nicht sogleich Antibiotika einnehme, sondern beim Arzt immer nach alternativen Behandlungsmethoden frage. Jüngste Beispiele aus meiner eigenen Familie haben dies bestätigt.

Gekochter Broccoli nützt (fast) nix

Broccoli ist eindeutig mein Lieblingsgemüse. Nicht nur sieht er gesund aus, sondern schmeckt mir auch vorzüglich. Aber das Wichtigste: Er ist extrem gesund. Die Funktionen reichen von Krebsprävention und -bekämpfung über Alzheimerbehandlung bis hin zur Hemmung von Arthritis. Verantwortlich dafür sind die zahlreichen sekundären Pflanzenstoffe wie etwa Sulforaphan. Nun, wer sich einigermassen mit gesunder Ernährung befasst, weiss um die Wirkung von Broccoli.

Brokkoli Gemüse Gesund Bionahrung

Viele wissen jedoch nicht, dass die konventionelle Zubereitung (also Kochen) bis zu 90% der besten Inhaltsstoffe zerstört, wie eine Studie zeigt. Wer hingegen den Broccoli nur leicht dämpft oder gart, erhält nicht nur diese Stoffe, sondern vermehrt sie auch noch! Und noch einen Vorteil hat das Garen: Auch die Geschmacksstoffe bleiben erhalten und wir brauchen weniger Salz.

Mehr Infos

Mindestens 400 Gramm pro Tag also

Gemüse ist gesund, das wissen wir. Schon 2009 bin ich über eine Studie gestolpert, welche diese Aussage noch mit konkreten Zahlen unterfüttert. So übt besonders die Familie der Kreuzblütler (u.a. unser Liebling Broccoli) wichtige Funktionen für die Senkung des Krebsrisikos aus. Verantwortlich dafür sind neben den enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen auch die sekundären Pflanzenstoffe.

Die Autoren der Studie schätzen, dass ein Konsum von mehr als 400g Gemüse und Früchte pro Tag mindestens 20 Prozent aller Krebsfälle verhindern könnte. Aufpassen müssen jedoch Raucher und Fettleibige, denn bei ihnen ist die Schutzwirkung signifikant tiefer.

Dick und doof

Man weiss ja, dass Süssigkeiten ungesund sind – jedenfalls wenn übermässig konsumiert. Nun haben amerikanische Wissenschafter in Versuchen mit Ratten herausgefunden, dass Süssigkeiten auch dumm machen. Ein hoher Konsum von Fruktose verlangsamt langfristig die Hirntätigkeit  und beeinträchtigt Erinnerungs- sowie Lernvermögen («Journal of Physiology», hier geht’s zum online Artikel).

Schokoladenriegel

Zum Glück gibt es gegen jedes Gift auch ein Gegengift, denn der Schaden fürs Gehirn wird durch die gleichzeitige Einnahme von Omega-3 Fettsäuren vermindert.

Wichtig! Wer jetzt grade beschliesst, keine Früchte mehr zu essen (= Fruktose) ist auf dem Holzweg. Denn glücklicherweise enthalten Früchte nur die gute, natürliche Art von Fruktose. Ganz übel hingegen ist der Maissirup, der als Süssungsmittel für industriell hergestellte Lebensmittel dient (u.a. Mars). Also wenn immer möglich einen Blick auf die Inhaltsangabe werfen. (Maissirup wird als „Glucose-Fructose-Sirup“ deklariert).