Über die Kritik an Nahrungsergänzungen

Alle paar Monate geschieht es wieder. Die Medien stürzen sich jeweils drauf. Der Konsument wird verunsichert. Die Branche muss aufklären. Die Rede ist von der Kritik an Nahrungsergänzungen. Sobald eine Studie ein Gefahrenpotential erkannt haben will (während hunderte andere Studien und Metaanalysen den Nutzen betonen), dann stürzen sich die Medien drauf. Ist ja klar, die Geschichte hat natürlich Nachrichtenwert.

Achtung Gefahrenstelle

Sicherlich gibt es unseriöse Anbieter, die das Blaue vom Himmel versprechen und Konsumenten, die sich Wunder von der Einnahme versprechen. Diese Leute verwechseln Prävention mit Heilung. Man darf also den Überblick nicht verlieren und muss so einige Kritik relativieren. Hier die zwei gängigsten Kritikpunkte:

  • Es droht die Gefahr der Überdosierung oder Nebenwirkungen. Hier möchte ich mit Paracelsus (1493-1541) antworten: „Allein die Menge macht das Gift.“ Zu viel Wasser kann auch tödlich sein. In entsprechend hoher Dosierung können Mikronährstoffe auch pharmakologische Effekte entwickeln, denn sie sind ja biologisch aktive Substanzen. Wenn Studien über Risiken berichten, dann handelt es sich immer um Dosierungen, die ein Vielfaches über den empfohlenen Tagesmengen betragen!
    Nicht zu vergessen: Präparate im offiziellen Fachhandel sowie von seriösen Direktvertriebsfirmen sind alle von den Schweizer Behörden zugelassen oder fallen unter das sehr strenge Lebensmittelgesetz. Bis ein Präparat verkauft werden darf, müssen unzählige Nachweise für seine Sicherheit und Risikoabklärungen gemacht werden.
  • Und mein Lieblingsargument: Nahrungsergänzung braucht es nicht, denn durch eine „ausgewogene Ernährung“ können alle wichtigen Mikronährstoffe zugeführt werden. Das ist theoretisch richtig. Doch diese Aussage geht von zwei sehr wichtigen Annahmen aus:
  1. Man ernährt sich auch wirklich ausgewogen. Das heisst man folgt der Lebensmittelpyramide und konsumiert u.a. täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse (=mind.600g). Frisch, variiert und schonend zubereitet muss es auch sein. Wenn Sie das also täglich schaffen (ich gratuliere!), dann muss auch noch Voraussetzung Nr. 2 stimmen:
  2. Man ist frei von Risikofaktoren, welche den Bedarf an Mikronährstoffen erhöhen. Was bedeutet das? Ganz einfach: Sie rauchen nicht, trinken nicht, betreiben etwas Sport aber nicht zu viel, Sie sind nicht schwanger, stillen nicht, nehmen die Pille nicht, sind weder Jugendlicher noch Senior, nehmen keine Medikamente, leiden nicht unter Stress, sonnen sich nicht zu häufig, sind keiner Umweltverschmutzung ausgesetzt, sind kein strenger Vegetarier und haben auch sonst keine bestehenden Erkrankungen. Wenn Sie das alles erfüllen, gratuliere ich Ihnen!

Sie sollten auf jeden Fall jeden Tag bestrebt sein, sich ausgewogen zu ernähren und die obigen Risikofaktoren zu vermeiden. Da dies jedoch nur sehr wenige Menschen schaffen, bin ich vom Nutzen von Nahrungsergänzungen absolut überzeugt! Aber sie sind eben das, eine ERGÄNZUNG und kein Ersatz eines gesunden Lebensstils.

Zudem sollten Sie unbedingt darauf achten, ein Präparat mit natürlichen Inhaltsstoffen zu verwenden. Das ist ein weiteres Problem der Berichterstattung in den Medien: Nie wird erwähnt, dass es auch natürliche und moderat dosierte Präparate gibt! Das ist schlicht schlechter Journalismus.

Ach übrigens: Die Harvard Universität empfiehlt ein Multipräparat täglich. Und sie äussert sich hier über die häufigen methodologischen Ungenauigkeiten, welche zu unterscheidlichen Studienergebnissen führen.

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5 Gedanken zu „Über die Kritik an Nahrungsergänzungen

  1. Ich nehme Nutrilite Nahrungsergänzungen seit über 20 Jahren. Der Gewinn an Lebensqualität ist großartig, viele Probleme, die ich früher hatte sind einfach verschwunden. Meine Werte sind nachweislich bestens. Wir waren vor Ort und durften ohne vorherige Anmeldung, die komplette Produktion von Nutrilite besichtigen. Ein Zeichen dafür, da gibt es nichts zu verbergen.

  2. MW sagt:

    Nun, Nahrungsmittelergänzungen sind nicht per se schlecht, und die Kritik, die medial teilweise nachkommt zu gewissen Produkten, ist sicher auch hin und wieder lobbygesteuert. Wir haben aus rechtlicher Sicht zumindest mal ein Beispiel eines Produktes, das unzulässigerweise beworben wurde: http://www.recht-freundlich.de/unzulaessige-werbung-gerstengras-und-spiruletten-olg-hamm-urteil-vom-30-04-2013-az-4-u-14912

    Hier ging es um Spirulina plus Gerstengras – und die Werbeaussage „vitalstoffreichstes Lebensmittel der Welt“ wurde vom Gericht als irreführend bezeichnet. Und in diesem Fall völlig zu Recht – dies wirft natürlich ein schlechtes Licht auf die Nahrungsmittelergänzungspalette insgesamt.

  3. Gerlinde sagt:

    Kaum jemand achtet auf wirklich optimale Ernährung, somit beschäftigt man sich auch nicht mit Nahrungsergänzung und plappert, was aus den Medien kommt, einfach nach. Ich habe aber die jahrelange Erfahrung gemacht, dass Nahrungsergänzung – für mich kommt nur Nutrilite in Frage – sehr viele Missstände im Körper vermeidet!!
    Leider:“ Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen!“

  4. Heller Siegfried sagt:

    Seid ich ,Nahrungergänzung (rein pflanzlich)täglich zu mir nehme ,fühle ich mich rundherum sehrgut .
    Ich nehme Nahrungsergänzung von Nutrilite , und habe mich vorher aber genau um die Herstellung informiert !
    Seid ich Nahrungsergänzung zu mir nehme bin ich wirklich Super drauf und Gesund !

  5. Anonymous sagt:

    Eine tolle Sache; ich liebe meine Nahrungsergänzung, weil ich einfach ein rundherum gutes Gefühl habe und weiß das ich sehr gut versorgt bin.

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