Archiv für den Monat August 2013

„Gefahr aus der Wasserleitung“

eSpring alter Filter

Eine eSpring-Filterpatrone vor und nach dem Gebrauch.

An diesem Titel in der NZZ vom 25.8.2013 blieb mein Auge sofort hängen. Er beschreibt eine Problematik, die mehr und mehr in den Fokus der Behörden und auch der Konsumenten gerät: die Wasserqualität aus dem heimischen Wasserhahn (s. frühere Beiträge, vor allem „Wasser wird auf den letzten Metern schlecht“ oder auch „Mit Aktivkohle gegen Hormone im Wasser„).

Wir fassen zusammen: Das Trinkwasser verliert häufig auf den letzten Metern massiv an Qualität. Dies liegt hauptsächlich am Zustand der Leitung im Haus. Doch selbst nach Sanierungen leidet die Qualität manchmal, wenn die Arbeiten mit Epoxidharz nicht sorgfältig genug durchgeführt werden. Letzteres hat nun den Bund und die Kantonschemiker auf den Plan gerufen. Sie haben festgestellt, dass viele Sanierer mit diesem Kunststoff nicht umzugehen wissen. Dies kann dazu führen, dass sich Partikel lösen, welche krebserregend sind.

Gemäss einem Experten des BAG sei den Sanierern bis heute nicht bewusst gewesen, dass sie mit einem Lebensmittel arbeiten

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Trend zu bewusstem Essen

Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) ist eine renommierte non-profit Denkfabrik, die sich die Erforschung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Trends zum Ziel gesetzt hat. In ihrer Arbeit schaffen sie es auch regelmässig, spannende und inspirierende Referent/innen in die Schweiz zu holen. Diese Woche nun hat das GDI den neustenEuropean Food Trends Report veröffentlicht.

Die zentrale These darin ist, dass sich der Konsument mehr und mehr vom Hersteller emanzipiert. Aufgerüttelt von diversen Lebensmittelskandalen und immer bewusster in der Lebensführung, wollen scheinbar mehr und mehr Menschen genau wissen, was auf dem Teller liegt. „Sie haben sich neue Food Skills angeeignet und sind heute kompetenter denn je“, so das Institut in einer kurzen Zusammenfassung des Berichts.

Dies äussert sich beim Essen zu Hause, am Arbeitsplatz sowie unterwegs: Frische, Bio, Saisonalität und auch Regionalität sind Trumpf. Interessant ist jedoch, dass viele nicht die eigene Gesundheit als primäre Motivation sehen, sondern die Möglichkeit eines Statussymbols: “ Wer über sein Essen Bescheid weiss, gewinnt an Status. Beim Essen mit Freunden dominieren Herkunft und Zubereitung der Speisen oft das Gespräch.“

Wie dem auch sei, der Trend hat spürbare, positive Auswirkungen auf das Angebot in den Geschäften – wovon ich gerne profitiere. Es bleibt zu hoffen, der Trend setzt sich durch und das Bewusstsein findet Eingang in den Alltag einer grösseren Bevölkerungsschicht – nicht nur als Statussymbol.

Weitere Untersuchungen des GDI zum Thema hier.

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Die Entwicklung von Zivilisationskrankheiten im Zeitraffer

Es ist kein Geheimnis, die westliche Welt leidet unter einer starken Zunahme der Zivilisationskrankheiten. Nur die westliche Welt? Nein, denn die NZZ (Artikel vom 13.8. „Die fetten Jahre kommen“) macht auf eine spannende Beobachtung aufmerksam. So kann man nämlich der Entwicklung dieser Zivilisationskrankheiten, die in unseren Breitengraden schon sehr weit fortgeschritten ist, in den BRIC-Staaten quasi live zuschauen.

In China lebte 1980 nur ein Prozent der Bevölkerung mit Diabetes, 2008 waren es fast 10 Prozent. 1992 galten in China 30 Millionen Menschen als fettleibig, die Zahl hat sich bis 2008 verdreifacht. In Brasilien hat sich der Anteil der fettleibigen Menschen innerhalb von nur fünf Jahren von 11 auf 16 Prozent (2006-2011) erhöht. 48 Prozent aller Brasilianer sind übergewichtig. Verstädterung und der zunehmender Reichtum führen zu veränderten Lebens- und Essgewohnheiten. Zum Vergleich: Eine aufsehenerregende BAG-Studie hat 2011 herausgefunden, dass in der Schweiz 53 Prozent der Menschen übergewichtig sind! Die aufstrebenden Länder holen also nicht nur in der Wirtschaftsleistung zu uns auf, sondern auch im Bauchumfang.

Übrigens ist es nicht einfach der Konsum von zu vielen Kalorien, der zu dieser Situation geführt hat. Neuste Studien zeigen, dass es nicht entscheidend ist, wie viel wir essen, sondern was wir essen. „Eine zuckerlastige und zu grossen Teilen aus tierischen Lebensmitteln bestehende Kost kann eine toxische Wirkung haben“ schreibt die NZZ am Sonntag (11 Aug 2013 – Essen mit Risiken und Nebenwirkungen).

Wie Sie sich gesund ernähren? Zum Beispiel mit der mediterranen Küche (s. Beitrag hier).

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Wie man richtig Ferien macht

Es scheint als hätte ich dieses Jahr mit meinen Kurzurlauben ohne Laptop unbewusst richtig Ferien gemacht: Forscher von der Medizinischen Universität Wien haben die wichtigsten Kriterien aufgestellt, damit die Ferien auch die ersehnte Entspannung bringen.

Das wichtigste sei – wenig überraschend – das Ausschalten von Mobiltelefon und Laptop. Weiter sei es wichtig, freie Zeit für sich selbst zu finden und die Kontrolle über die Zeit zu haben. Das mentale Abschalten sei der entscheidende Punkt für erfolgreiche Ferien.

Überraschend ist hingegen der Befund, dass länger nicht unbedingt besser ist. Denn gemäss den Medizinern stellt sich der optimale Erholungseffekt bereits nach sieben bis zehn Tagen ein. Man solle lieber mehrmals kürzere Ferien machen als einmal lange.

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