Trend zu bewusstem Essen

Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) ist eine renommierte non-profit Denkfabrik, die sich die Erforschung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Trends zum Ziel gesetzt hat. In ihrer Arbeit schaffen sie es auch regelmässig, spannende und inspirierende Referent/innen in die Schweiz zu holen. Diese Woche nun hat das GDI den neustenEuropean Food Trends Report veröffentlicht.

Die zentrale These darin ist, dass sich der Konsument mehr und mehr vom Hersteller emanzipiert. Aufgerüttelt von diversen Lebensmittelskandalen und immer bewusster in der Lebensführung, wollen scheinbar mehr und mehr Menschen genau wissen, was auf dem Teller liegt. „Sie haben sich neue Food Skills angeeignet und sind heute kompetenter denn je“, so das Institut in einer kurzen Zusammenfassung des Berichts.

Dies äussert sich beim Essen zu Hause, am Arbeitsplatz sowie unterwegs: Frische, Bio, Saisonalität und auch Regionalität sind Trumpf. Interessant ist jedoch, dass viele nicht die eigene Gesundheit als primäre Motivation sehen, sondern die Möglichkeit eines Statussymbols: “ Wer über sein Essen Bescheid weiss, gewinnt an Status. Beim Essen mit Freunden dominieren Herkunft und Zubereitung der Speisen oft das Gespräch.“

Wie dem auch sei, der Trend hat spürbare, positive Auswirkungen auf das Angebot in den Geschäften – wovon ich gerne profitiere. Es bleibt zu hoffen, der Trend setzt sich durch und das Bewusstsein findet Eingang in den Alltag einer grösseren Bevölkerungsschicht – nicht nur als Statussymbol.

Weitere Untersuchungen des GDI zum Thema hier.

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