Archiv für den Monat Oktober 2013

Schlafen kann ich, wenn ich tot bin

Es gehört zum guten Ton, damit anzugeben, wie wenig Schlaf man braucht. Burberry-Chefin Angela Ahrendts um Beispiel bekomme Kopfschmerzen, wenn sie länger als sechs Stunden schlafe. Credit Suisse-CEO Brady Dougan kommt mit viereinhalb Stunden aus und Henry Ford bezeichnete den Schlaf gar als überflüssig. In unserer Leistungsgesellschaft gilt Schlaf als Schwäche.

Doch diese „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“ Mentalität ist vielleicht schon bald out, denn sie passt nicht mehr in den Lifestyle immer mehr Menschen, die gesundheitsbewusst leben möchten. Schlaf ist gesund, sogar eine der fünf Säulen der Gesundheit, das wissen wir. Wieso das so ist, muss aber erst noch abschliessend geklärt werden.

Die Uni Rochester (New York) konnte diesen Monat eine der möglichen Thesen erstmals experimentell bestätigen: Schlaf reinigt das Gehirn. Das glymphatische System, welches die Gehirnflüssigkeit durch das Gewebe pumpt, sorgt für den Abtransport der Stoffwechsel-Abfallstoffe. Im Schlaf ist dieses System zehnmal so aktiv wie im Wachzustand. Aufgrund der neuen Erkenntnisse gehen Forscher davon aus, dass Schlafmangel mitverantwortlich für die Entstehung von Alzheimer ist.

Dass sich beim Stellenwert von Schlaf etwas tut, haben auch einige Firmen erkannt und bieten beispielsweise Schlafräume an, wie der NZZ-Artikel vom 14.10. zeigt. Und schliesslich ist das Thema auch auf dem Radar des GDI: Das Gottlieb Duttweiler Institut arbeitet zurzeit an einer grossen Studie über den Schlaf. Sie untersuchen dazu unter anderem die Twitter-Daten von Prominenten. Bereits jetzt ist eine interessante Kurzzusammenfassung als Download erhältlich.

Genug Gründe also, den Schlaf nicht mehr als Schwäche anzusehen, sondern zu einem neuen Statussymbol zu erheben. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir jedoch, dass ich zuallererst an mir arbeiten muss, denn in sechs Stunden klingelt auch bei mir schon wieder der Wecker…

Getaggt mit , , ,

Diese Lebensmittel sollten bio sein

troutlake

Mittlerweile gibt es fast jedes Gemüse und jede Frucht in zweifacher Ausführung: bio und konventionell. Bio ist teurer und in der Regel grün verpackt. Gibt es sonst noch Unterschiede? Ab und zu taucht ja auch eine Studie auf, die den höheren Nährwert von Bioprodukten anzweifelt.

Die Mehrheitsmeinung in der Forschung ist klar: Bioprodukte sind in der Regel besser, u.a. weil sie weniger Pestizide enthalten. Sollte man darum nur noch bio kaufen? Nicht unbedingt, aber es gibt eine Minimum-Liste. Nämlich die Lebensmittel, wo die Sachlage unbestritten ist. Folgende Esswaren sollten gemäss den online Magazinen Huffington Post und fitforfun nur bio gekauft werden (Schnittmenge beider Magazine):

  • Kartoffeln (keine Stickstoffdüngung)
  • Milch (bio hat mehr ungesättigte Fettsäuren)
  • Obst und Gemüse, das nicht geschält wird, wie Äpfel, Peperoni
  • Kohl (bio enthält mehr Vitamin C)
  • Exotische Früchte (werden normalerweise auf dem Transportweg begast)

Mehr und mehr Konsumenten sind vom Nutzen der Bioprodukte überzeugt, was sich auch in den Verkaufszahlen der Grossverteiler niederschlägt. So hat die Migros kürzlich angekündigt, die Anzahl ihrer Bioläden der Marke „Alnatura“ zu erhöhen. „Wir sind 2012 im Bio-Bereich um fast 9 Prozent auf einen Umsatz von 474 Millionen Franken gewachsen“, sagt Migros-Chef Herbert Bolliger. Das Kerngeschäft der Migros-Genossenschaften bewegt sich hingegen nur leicht im Plus.

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass man die teuer und mit gutem Gewissen erworbenen Produkte dann auch schonend zubereiten sollte. Nämlich mit einem Multigarsystem. Sonst haben auch Bioprodukte nicht mehr drin als die konventionellen.

Im Bild: Troutlake Farm von Nutrilite, die grösste biologische Kräuterfarm der USA, im Bundesstaat Washington. (Quelle: Facebook „Nutrilite US“)

Getaggt mit , ,

So sieht ein gesunder Teller aus

Optimaler Teller

Wenn wir schon bei Harvard sind (s. letzter Beitrag), können wir uns eine weitere spannende Empfehlung genauer anschauen. Harvard hat nämlich eine simple Grafik kreiert, um einen idealen Teller aufzuzeigen. Sie zeigt, was in welcher Qualität und Quantität zu einer ausgewogenen Mahlzeit gehört.

Er besteht aus vier Teilen, nämlich

  • Whole Grain – Vollkornprodukte sind besser als raffiniertes Getreide.
  • Healthy Protein – der Zusatz „healthy“ deutet etwas wichtiges an, nämlich dass es auf die Qualität von Protein ankommt. Fisch, Geflügel, Bohnen und Nüsse sind zu bevorzugen.
  • Natürlich gehören auch Früchte auf einen gesunden, ausgewogenen Teller. Möglichst alle Farben essen.
  • Gemüse sollte den grössten Teil der Nahrung ausmachen, und auch hier gilt: je variierter, desto besser. Kartoffeln zählen übrigens nicht zum Gemüse.

Zu beachten sind übrigens auch die Grössenverhältnisse. So machen Früchte den kleinsten Teil des Tellers aus, Gemüse aber den grössten.

Neben dem Teller stehen noch die gesunden Öle (wenig gesättigte Fettsäuren) und natürlich die Getränke (vor allem Wasser oder Tee). Und auch das beste Essen hilft bei null Bewegung herzlich wenig, daher das Bewegungssymbol.

Diese Grafik kommt gleich bei uns an den Kühlschrank – klar, übersichtlich, einprägsam.

Getaggt mit , ,

Harvard empfiehlt Nahrungsergänzungen

Herbal medicine and herbs

Manch ein Konsument fühlt sich vielleicht verunsichert ob den unterschiedlichen Nachrichten und Meinungen, was den Sinn von Nahrungsergänzungen betrifft. Soll man nun oder soll man nicht, und wenn ja, welche denn? Und wie viel davon?

Zusammenfassende Antworten sind nun von den Medizinern der renommierten Harvard School of Public Health zu finden. Ihre Aussage ist klar: „A daily multivitamin is a great nutrition insurance policy“! Ein tägliches Multivitamin ist also eine hervorragende Versicherung für eine gesunde Ernährung.

Selbstverständlich betonen auch sie, dass täglich für eine optimale Ernährung gesorgt werden muss – mit Gemüse, Vollkornprodukten, Früchten, gutem Protein und ausreichend Flüssigkeit. Das ist das Wichtigste. Da dies jedoch oft nicht in der nötigen Qualität und Quantität möglich ist, empfehlen sie ein moderat dosiertes, ausgewogenes Multivitamin- und Multimineralstoffpräparat, um Lücken zu füllen.

Jenen Experten, welche Ergänzungen als unnütz betrachten oder sogar davon abraten, erteilen sie ein klare Durchsage: „Some say that there’s not enough proof that multivitamins boost health, so they don’t recommend them. It’s a short-sighted point of view. Other scientists point to studies that seem to show a link between multivitamin use and increased risk of death. But those studies are flawed.

Die Ansicht, es gebe nicht genug Nachweise, welche die Verwendung von Ergänzungen rechtfertigten, sei eine kurzfristige Sicht. Und Studien, welche vor Gefahren von Ergänzungen warnen, seien fehlerhaft. Das ist mal eine starke Botschaft! Hier sind weitere Argumente für den Umgang mit Skeptikern zu finden und in diesem Beitrag empfiehlt Prof. Dr. Paul Walter Double X von Nutrilite.

HSPH-logo

Getaggt mit , , , , ,