Archiv für den Monat März 2016

Nahrungsergänzungen: Mehr ist nicht einfach besser

Wir leben in Zeiten des Überfluss, alles ist überall und sofort verfügbar. Dies beeinflusst auch unsere Erwartungshaltung: Mehr ist besser. Auch bei Nahrungsergänzungen suchen Konsumenten oft nach dem grössten Inhalt, am besten gleich zum kleinsten Preis.

Es ist allerdings möglich, dass der Nutzen von manchen Supplementen mit höherer Dosis abnimmt! Beim Eisen scheint es genau so zu sein. Eine Studie der ETH Zürich hat festgestellt, dass die Bioverfügbarkeit, also die Aufnahme von Eisen in unserem Körper, mit zunehmender Dosierung prozentual abnimmt. Dieser Effekt kann sogar noch am folgenden Tag auftreten, wenn mehr als 40mg eingenommen werden. Diese Menge scheint eine Obergrenze für eine möglichst effektive Aufnahme zu sein.

Der Hintergrund dieses Phänomens? Der Körper schützt sich gegen eine mögliche Vergiftung, indem er die Aufnahme von zu viel Eisen blockiert. Hohe Dosierungen nützen also nicht mehr, im Gegenteil. Kommt hinzu, dass die unverdauten Bestandteile des Präparats im Darm verbleiben und Unverträglichkeiten hervorrufen können.

Die Ergebnisse der Studie müssen noch durch weitere Untersuchungen gefestigt werden. Doch die Tendenz ist klar: Weniger ist mehr, mindestens in diesem Fall.

Manche Anbieter von Nahrungsergänzungen wie der Weltmarktführer Nutrilite verfolgen schon lange den Ansatz niedriger Dosierungen. Zusammen mit einer pflanzlichen Basis werden sowohl Verträglichkeit wie auch Bioverfügbarkeit verbessert.

 

Getaggt mit , , , , ,