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Ballaststoffe für gesundes Altern

Hülsenfrüchte - lecker und mit viel Fasern.

Hülsenfrüchte – lecker und mit viel Fasern.

Wenn wir Früchte und Gemüse essen, nehmen wir nicht nur Wasser, Makro- und Mikronährstoffe sowie Pfanzenbegleitstoffe zu uns. Sondern auch Ballaststoffe, auch Nahrungsfasern genannt. Ballast klingt nutzlos, nicht wahr? Nichts könnte ferner sein von der Realität, denn mehr und mehr Studien weisen die gesundheitsfördernde Wirkung dieser Pflanzenbestandteile nach.

Einfach ausgedrückt sind es Pflanzenbestandteile, die in unserem Magen-Darm-Trakt nicht abgebaut werden können. Trotzdem sind sie ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung, denn sie tragen bei zu: Regulierung der Verdauung, Dämpfung des Hungers, Ausgleich des Blutzucker- und Cholesterinspiegels sowie Vorbeugung von Darmkrebs, Diabetes und Arterienverkalkung. Auch Abnehmen geht leichter mit Ballaststoffen.

Im Juni 2016 haben gleich drei Studien aufgezeigt, wie wichtig eine ballaststoffreiche Ernährung für ein Altern bei möglichst guter Gesundheit ist (Quelle: NZZ am Sonntag, online nicht verfügbar):
  • Studie 1: Die Ballaststoffe in Brot, Getreide und Früchten erhöhen die Chancen auf ein gesundes Altern ohne Bluthochdruck.
  • Studie 2: Eine Metaanalyse zeigte, dass 90 Gramm Vollkornprodukte pro Tag die Sterberate um 17 Prozent verringerten. Die Sterblichkeit durch Krebs sank um 15 Prozent, jene durch Herzgefäss-Erkrankungen um 22 Prozent. Weiter verringerte der Konsum von Vollkornprodukten das Risiko, frühzeitig wegen Diabetes, Infektions- und Atemwegserkrankungen zu sterben.
  • Studie 3: Das Risiko, frühzeitig zu sterben, war bei den Vollkornkonsumenten um 22 Prozent geringer als bei den Teilnehmern, die kein oder nur wenig Vollkornprodukte gegessen haben.
Wer sich nun vornimmt, weisses Brot mit Vollkornbrot zu ersetzen, ist auf dem richtigen Weg. Übrigens ist nicht alles Brot, das dunkel ist, auch Vollkorn. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, die sich einfach in den Alltag einbauen lassen:
  • Mehr Früchte und Gemüse essen. Sie enthalten viele Nahrungsfasern, insbesondere in den Schalen. Säfte zählen nicht, ausser sie enthalten die ganze Pflanze.
  • Teigwaren auch mal Vollkorn geniessen.
  • Vegetarier kennen die leckeren Hülsenfrüchte, vor allem wegen ihres Proteingehalts. Aber auch an Fasern sind sie reich.
  • Nüsse kann man gut über jeden Salat streuen und sie eignen sich auch hervorragend als gesunde Zwischenmahlzeit.

 

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Harvard-Forscher Willett über gesunde Ernährung

Harvard-Ernährungswissenschaftler Walter Willett

Harvard-Ernährungswissenschafter Walter Willett

 

Normalerweise mache ich es mir nicht so einfach und kopiere grosse Teile eines Interviews aus einer Zeitung. Das folgende aus der heutigen Neuen Zürcher Zeitung (14.10.2015) ist allerdings so gut, dass ich mir mit den besten Passagen eine Ausnahme erlaube. Die NZZ traf sich mit Wallter Willett, dem „einflussreichsten Ernährungswissenschafter der Welt“. Er forscht an der Harvard Universität.

Was kann man als gesichertes Wissen bezeichnen? Welches Essen ist gesund, welches nicht?

Verschiedene Ernährungsweisen sind gesund. Es gibt aber einige Grundregeln, die man beachten sollte: Schlechte Fette sollte man durch gute ersetzen, also Transfette, die vor allem in industriell produzierter Nahrung vorkommen, durch natürliche, pflanzliche Öle. Bei den Kohlenhydraten sollte man zu Vollkornprodukten greifen. Insbesondere sollte man Süssgetränke meiden, damit nimmt man Unmengen von Zucker zu sich. Möglichst verzichten sollte man zudem auf Produkte aus verarbeitetem, rotem Fleisch, also beispielsweise Wurstwaren aus Rind- oder Schweinefleisch. Sie steigern das Risiko von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Stattdessen sollte man auf pflanzliche Proteinquellen setzen, auch Poulet und Fisch sind aber sehr gesund. Und natürlich sollte man viele Früchte und Gemüse essen. Im Moment untersuchen wir diesen Bereich besonders und sehen zum Beispiel, dass Heidelbeeren sehr gesund zu sein scheinen.

Was macht Heidelbeeren so besonders?

Sie enthalten viele Antioxidantien und Flavonoide, die insbesondere auch unser neurologisches System gesund zu halten scheinen. Das heisst jetzt aber nicht, dass man sich nur noch von Heidelbeeren ernähren soll (lacht). Ausserdem muss man sagen, dass der Anteil an Milchprodukten in unserer Ernährung wohl etwas zu hoch ist.

Essen ist doch aber mehr als Nahrungsaufnahme. Es geht doch auch um Genuss. Ist denn Freude am Essen nicht auch gesund?

Wenn etwas unangenehm ist, dann machen es Menschen nicht. Gesunde Küche muss also zumindest geniessbar sein. Tatsache ist aber gerade, dass gesunde Küche auch ausgezeichnet schmecken kann. Schauen Sie sich die mediterrane Küche an: Sie entspricht ziemlich genau dem, was wir propagieren.

Können wir nicht unserem Körper vertrauen, dass er weiss, was gut für uns ist? Wenn ich zum Beispiel besonders viel Fettiges gegessen habe, bekomme ich Lust auf Gemüse.

Da bin ich mir nicht so sicher. Wenn unser Körper wirklich so schlau wäre, dann hätten wir keine Probleme mit Übergewicht. Wir haben zwar eine recht gute Kontrolle darüber, wie viele Kalorien wir brauchen. Mit unseren hoch verarbeiteten Nahrungsmitteln, die viel zu stark gesüsst und gesalzen sind, täuschen wir aber unsere natürlichen Kontrollmechanismen. Auch die Werbung verführt uns vor allem zum Konsum von ungesundem Essen, das aus günstigen Produkten wie Zucker und Stärke gefertigt wird.

Überschätzen wir nicht vielleicht die Bedeutung von Essen für unsere Gesundheit?

Das denke ich nicht. Selbst mich hat es in meiner Forscherkarriere immer wieder erstaunt, wie riesig der Einfluss der Ernährung auf unsere Gesundheit ist. Für fast alle schweren Krankheiten, die wir bekommen, ist die Ernährung von Bedeutung. Im Moment untersuchen wir gerade den Zusammenhang zwischen Demenz und Ernährung. Und wir haben Indizien dafür, dass hier die kausale Beziehung noch stärker ist als bei Herzkrankheiten.

Und welches Essen hilft gegen Demenz?

Wir arbeiten noch an den Details, aber generell zeigt sich auch hier, dass die mediterrane Diät dem Abbau kognitiver Fähigkeiten entgegenwirkt. Insbesondere scheinen einige Früchte und Gemüsesorten wichtig zu sein.

Das ganze Interview gibt es hier.

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Harte Fakten zu Früchten und Gemüse

Täglich sollten wir möglichst viele Farben aus dem Spektrum von Früchten und Gemüse konsumieren

Gesundheitsbewusste Leserinnen und Leser wissen, dass der Konsum von 5 Portionen Früchte und Gemüse einen zentralen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung darstellt. Zur Sicherheit hier nochmals: Sie sollten jeden Tag mindestens fünf Portionen à 120g konsumieren, idealerweise sind drei davon Gemüse. Sie sollten farblich variiert essen und auch der Zubereitung Beachtung schenken. Es nützt schliesslich wenig, wenn Sie hochwertigen Lebensmitteln im Wasserbad die Nährstoffe austreiben.

Kurz: Wir wissen, F&G sind gesund und wir sollten mehr davon essen. Aber welchen Krankheiten lässt sich entgegenwirken? Wie ist der Stand der Forschung? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat 2012 eine grosse Metaanalyse durchgeführt, also viele Studien kritisch unter die Lupe genommen und die Ergebnisse zusammengetragen. Hier der Stand der Wissenschaft (geordnet nach abnehmender Evidenz):

  • Bluthochdruck: Ein vermehrter Konsum von F&G ist klar mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Koronare Herzkrankheit: Ein vermehrter Konsum von F&G ist klar mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Schlaganfall: Ein vermehrter Konsum von F&G ist klar mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Krebskrankheiten: Ein vermehrter Konsum von F&G ist wahrscheinlich mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Demenz: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Zunahme des Körpergewichts: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Gewisse Augenkrankheiten: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Osteoporose: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Lungenkrankheiten Asthma und COPD: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Rheumatoide Arthritis: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Diabetes mellitus Typ 2: Ein vermehrter Konsum von F&G ist wahrscheinlich nicht mit einem geringeren Risiko verbunden.

Für entzündliche Darmkrankheiten, Glaukom und diabetische Retinopathie war die Evidenz für einen Zusammenhang unzureichend. Die DGE schliesst ihre Analyse mit der Aussage:

Die umfassende Bewertung der Rolle von Gemüse und Obst zeigt, dass der Konsum von Gemüse und Obst die Gesunderhaltung fördert und damit die Forderung nach einer Erhöhung des Gemüse- und Obstverzehrs aus wissenschaftlicher Sicht berechtigt und eine ernährungs- sowie gesundheitspolitische Förderung des Gemüse- und Obstverzehrs wünschenswert ist.

Übrigens: ExtraPortion Natur kann auf Facebook geliked und auf Twitter gefolgt werden.

 

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Der Stuhl ist der Feind

Ich mach jetzt mal eine kleine Wette: Sie sitzen grade, stimmt’s? Zwar würde es mich freuen, wenn mein Blog auch draussen auf der Baustelle gelesen würde, aber die Chancen dafür sind eher klein. Nein, wir sind doch alle Schreibtischtäter. Durchschnittlich verbringen wir an Werktagen über sieben Stunden (450 Minuten) sitzend, wie eine grosse Studie aus Deutschland ergeben hat.

Dazu muss man sagen, dass es sich dabei um Selbsteinschätzungen handelt, das heisst, der Wert wird wohl noch höher sein. Trotzdem, bleiben wir mal bei den gut sieben Stunden: Das macht gemäss meiner spontanen Überschlagsrechnung 82’500 Stunden Sitzen in Arbeitsleben eines Bürolisten (50 Jahre Arbeit, 220 Arbeitstage pro Jahr). Dem stehen 5’500 Stunden Bewegung gegenüber, FALLS Sie sich jeden Tag 30 Minuten bewegen. Nicht eingerechnet sind dabei Abende vor dem Fernseher und inaktive Wochenenden.

 

Ab und zu ins Fitness reicht nicht aus

Wir sitzen also zu viel. Viel zu viel. Dieses Sitzen ist insofern problematisch, da es in hohem Masse gesundheitsschädigende Wirkungen hat. Forscher haben 2012 herausgefunden, dass Diabetes und Herzkreislauf-Krankheiten die Folge sind. Vielsitzer sterben früher.

Aber es kommt noch dicker: Selbst regelmässige Bewegung macht die negativen Auswirkungen des Sitzens nicht wett, wie diese Studie zeigt! Es reicht also nicht, wenn wir uns nach sieben Stunden im Büro noch fürs Joggen oder Fitness motivieren. Zustätzlich sollten wir nach Möglichkeiten Ausschau halten, die Zeit im Sitzen zu verringern. Hier einige Tipps:

  • Kaufen Sie sich ein Stehpult. Notfalls tut es auch ein Aufsatz.
  • Halten Sie Stehungen, keine Sitzungen (Extrabonus: Stehungen sind schneller vorüber!)
  • Gehen Sie über Mittag spazieren
  • Klar: Wo immer möglich Treppe statt Lift oder Rolltreppe.
  • Auf dem Weg zur Arbeit eine Haltestelle früher raus oder das Auto weiter weg parkieren.
  • Drucken Sie sich mal was aus und lesen Sie es im Stehen, statt sitzend am Computer.

Disclaimer: Dieser Beitrag wurde von A bis Z im Stehen geschrieben.

 

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Die Gene und das Essen

„In den Genen liegt der Schlüssel zu Ihrer Gesundheit.“ Schon mal gehört? Nein, das ist kein reines Marketing-Gerede, sondern da ist was dran. Unsere Gene beeinflussen die Art und Weise, wie wir Nahrung verstoffwechseln, also Nährstoffe aufnehmen. Die Forschung dazu steckt noch ziemlich in den Kinderschuhen, doch das wird sich ändern.

Harvard hat kürzlich ein neues Center eröffnet, wo untersucht werden soll, wie der Körper den Stoffwechsel reguliert. Gemäss den Wissenschaftlern könnte dieses Forschungsfeld einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen die weltweite Epidemie von Stoffwechsel-Krankeiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen leisten.

Natürlich bieten sich hier unbegrenzte Möglichkeiten für Diät-Programme. Aber nicht nur. Denn herauszufinden, welche Nahrungsmittel wir besser oder schlechter verarbeiten – und damit das Wohlbefinden zu steigern – ist sicher nicht nur für jene interessant, die Gewicht reduzieren möchten.

Auf dem Gebiet weit fortgeschritten ist das kalifornische Unternehmen Nutrilite, das sich als führender Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln einen Namen gemacht hat. Das Programm „bodykey“ erlaubt es dem Nutzer, auf der Grundlage eines Gentests* ein individuelles Ernährungs- und Trainingsprogramm zu erstellen.
*Den Gentest gibt es leider (noch) nicht in der Schweiz.

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Pflanzenreiche Ernährung gegen Krebs

Vor ziemlich genau einem Jahr sendete der Rundfunk Berlin-Brandenburg einen hochinteressanten Beitrag über das Potential einer planzenreichen Ernährung im Kampf gegen moderne Zivilisationskrankheiten.

„Die häufigtsten Fehler, die in Deutschland gemacht werden, sind eben die, dass wir Kohlenhydrate aufnehmen in der Form, wie sie uns nicht guttun: In Form von Zucker und leicht resorbierbaren Stärken. Und dies in einer Menge bei einer körperlichen Inaktivität, die einfach zu Übergewicht und Krankheiten führt.“ erklärt Prof. Claus Leitzmann.

Der Beitrag zeigt auch, wie Forscher der Universität Montreal einfache Obst- und Gemüseextrakte zu Lösungen mit Tomorzellen hinzugefügt haben. Das Resultat ist erstaunlich, denn sämtliche Tumorzellen wurden vernichtet. Besonders erfolgreich waren Erdbeeren, Blumenkohl oder Knoblauch. Hier gehts zum Beitrag (eine Kurzversion ist hier verfügbar).

Diese Forschungsergebnisse illustrieren eindrücklich die Kraft einer gesunden, pflanzenreichen Ernährung.

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Gute Freunde sind gesund

Ja, es ist wieder Zeit für die guten Vorsätze – manch einer wird sich um die Gesundheit drehen. Wer weiss, vielleicht wurde sogar der eine oder andere durch einen meiner Beiträge inspiriert? Es ist zu hoffen. Man solle sich jedoch nicht nur darauf beschränken, das Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu treiben oder mehr Gemüse zu essen, sagt uns die Forschung.

Denn auch soziale Beziehungen (Freunde, Familie, Umfeld) haben einen Einfluss auf die Gesundheit, wie zahlreiche Studien zeigen (oder auch hier). Unter anderem mindern sie Stress und damit die Risiken für Herzkreislauf-Krankheiten. Auch scheinen Senioren mit intaktem Umfeld weniger von Demenz betroffen zu sein.

Der Zusammenhang ist auch umgekehrt stark – Menschen mit wenig sozialen Kontakten sind einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Es ist sogar gefährlicher als etwa Fettleibigkeit oder fehlende Bewegung!

Wer nun denkt, Leute mit 500+ Facebook-Freunden strotzten vor Gesundheit, irrt. Denn der Mensch ist nur zu einer begrenzten Anzahl guter Freunde fähig, wie die Dunbar-Zahl belegt.

Auf der diesjährigen Liste der guten Vorsätze sollte also auch der qualitativ hochwertige Kontakt mit positiven Menschen stehen (Nörgler zählen nicht!). Das ist doch ein leicht umsetzbarer Vorsatz.

Apropos Freunde: Extraportion Natur ist auch auf Facebook und Twitter. Besuchen Sie uns dort und diskutieren Sie mit!

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Das Ende des Salzstreuers?

Salzstreuer

Vielleicht geht es Ihnen auch so: Fassungslos muss ich zuschauen, wie Gäste im Restaurant automatisch zum Salzstreuer greifen, kaum hat der Kellner ihnen den Rücken zugedreht. Ohne zu kosten wird das Gericht mit einer tollen Ladung Natriumchlorid zugedeckt. Den Speisen, ihrem Eigengeschmack und auch den Künsten des Kochs wird keine Chance gegeben.

Mittlerweile haben viele Chefköche aus den USA reagiert und stellen den Salzstreuer gar nicht mehr auf den Tisch. Die Debatte darüber verläuft hitzig. Ob sich dieser Trend auch hierzulande etablieren kann? Wohl kaum, obwohl eine Reduktion des Salzkonsums manch einem gut täte. Denn eine Studie im Auftrag des BAG hat 2010/2011 untersucht, wieviel Salz in der Schweiz konsumiert wird. Und die Resultate sind deutlich: Die internationale Empfehlung, maximal 5 Gramm Salz pro 24-Stunden zu sich zu nehmen, erfüllen in dieser Studie gerade mal 22 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer. Die American Heart Association empfiehlt sogar einen Natriumverbrauch von nicht mehr als 1500 Milligramm täglich.

Die Probleme eines übermässigen Salzkonsums sind hinlänglich bekannt. Pro Jahr sterben daran 2.3 Millionen Menschen und rund 15 Prozent aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind darauf zurückzuführen (Link). Besonders Männer sind betroffen. Der Salzstreuer auf dem Tisch ist aber nur die Spitze des Einberges, damit lässt sich nicht viel ausrichten. Schon bessere Resultate könnte man mit einer salzarmen Zubereitung erreichen. Hier bietet sich besonders die Verwendung eines Multigarsystems an, worauf ich an dieser Stelle schon mehrmals hingewiesen habe (Link).

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Gefahr liegt in der Luft

Bei meinen Vorträgen oder im persönlichen Gespräch über Nahrungsergänzungen merke ich oft, dass einem Risikofaktor heutzutage fast keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird. Dabei ist es jener, dem wir uns kaum entziehen können, nämlich die Luftverschmutzung durch Feinstaub. Klar, die Konzentrationen haben sich in den letzten Jahren verringert und verglichen mit Peking oder Mexiko Stadt atmen wir komfortabel. Doch auch in unseren Breitengraden ist die Gefahr sehr real, wie eine aktuelle Studie aufgezeigt hat.

Die im Fachmagazin „Lancet Oncology“ publizierten Ergebnisse der European Study of Cohorts for Air Pollution Effects sprechen eine deutliche Sprache. Die Forscher haben nämlich aufgezeigt, dass auch Konzentrationen unterhalb des EU-Schwellenwerts das Lungenkrebsrisiko stark ansteigen lassen. Diese Schwellenwerte bieten also eine trügerische Sicherheit. Die Studie umfasste 300’000 Personen und nutzte sehr genaue Messtechniken.

Der aktuelle Stand der Forschung bringt die Feinstaubbelastung neben Lungenkrebs mit folgenden Erkrankungen in Verbindung:

  • Atemwegsprobleme wie Husten, Atemnot, Bronchitis und Asthmaanfälle
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Schlaganfälle
  • Diabetes
  • Schädigungen des Nervensystems
  • Verzögertes Wachstum des Fötus im Mutterleib, vermehrte Frühgeburten sowie ein vermindertes Geburtsgewicht beim Neugeborenen.

Feinstaub entsteht unter anderem in der Industrie, im Strassenverkehr, in Elektrizitätswerken, in der Landwirtschaft oder ganz allgemein im Privathaushalt.

Darum fordern Epidemiologen neue Anstrengungen, um die Feinstaubbelastung weiter zu senken. In der Zwischenzeit können wir mit dem Konsum von möglichst viel Früchten und Gemüse unseren Mikronährstoffspeicher füllen. Für all jene, die ihre „5 am Tag“ eben nicht täglich schaffen, sind hochwertige, natürliche Supplemente zu empfehlen. Denn Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sind mitverantwortlich für die Ausscheidung von Giftstoffen aus unserem Körper.

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Die Entwicklung von Zivilisationskrankheiten im Zeitraffer

Es ist kein Geheimnis, die westliche Welt leidet unter einer starken Zunahme der Zivilisationskrankheiten. Nur die westliche Welt? Nein, denn die NZZ (Artikel vom 13.8. „Die fetten Jahre kommen“) macht auf eine spannende Beobachtung aufmerksam. So kann man nämlich der Entwicklung dieser Zivilisationskrankheiten, die in unseren Breitengraden schon sehr weit fortgeschritten ist, in den BRIC-Staaten quasi live zuschauen.

In China lebte 1980 nur ein Prozent der Bevölkerung mit Diabetes, 2008 waren es fast 10 Prozent. 1992 galten in China 30 Millionen Menschen als fettleibig, die Zahl hat sich bis 2008 verdreifacht. In Brasilien hat sich der Anteil der fettleibigen Menschen innerhalb von nur fünf Jahren von 11 auf 16 Prozent (2006-2011) erhöht. 48 Prozent aller Brasilianer sind übergewichtig. Verstädterung und der zunehmender Reichtum führen zu veränderten Lebens- und Essgewohnheiten. Zum Vergleich: Eine aufsehenerregende BAG-Studie hat 2011 herausgefunden, dass in der Schweiz 53 Prozent der Menschen übergewichtig sind! Die aufstrebenden Länder holen also nicht nur in der Wirtschaftsleistung zu uns auf, sondern auch im Bauchumfang.

Übrigens ist es nicht einfach der Konsum von zu vielen Kalorien, der zu dieser Situation geführt hat. Neuste Studien zeigen, dass es nicht entscheidend ist, wie viel wir essen, sondern was wir essen. „Eine zuckerlastige und zu grossen Teilen aus tierischen Lebensmitteln bestehende Kost kann eine toxische Wirkung haben“ schreibt die NZZ am Sonntag (11 Aug 2013 – Essen mit Risiken und Nebenwirkungen).

Wie Sie sich gesund ernähren? Zum Beispiel mit der mediterranen Küche (s. Beitrag hier).

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Frühstück besser nicht auslassen

Unsere Mütter und Grossmütter hatten mal wieder recht – auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen. Aber vielleicht leisten ja diese Studienergebnisse die notwendige Überzeugungsarbeit: Das Frühstück ist sehr wichtig für die Gesundheit und sollte nicht ausgelassen werden!

Die Huffington Post hat in einem Artikel auf diese Harvard-Studie aufmerksam gemacht, wonach das regelmässige Auslassen des Frühstücks zu einem stark erhöhten Risiko (27 Prozent) für Herzkreislauf-Erkrankungen führt. Denn ein Leben mit unregelmässigem Frühstück kann mit ein Grund sein für Fettleibigkeit, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte oder Diabetes. Das wiederum sind allesamt Risikofaktoren von Herzkreislauf-Erkrankungen. Für die Studie wurden über 25’000 Männer während 16 Jahren untersucht.

Weitere Vorteile des Frühstücks (mit Studien an Kindern belegt und hier nachlesbar):

  • Erhöhte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit
  • Besseres Gedächtnis
  • Verbesserte Frustrationstoleranz
  • Verminderte Anfälligkeit für Depression und Hyperaktivität

Übrigens essen gemäss einer Studie von 2009 in der Schweiz nur gerade mal die Hälfte der 11-15 jährigen Schulkinder regelmässig Frühstück. In Deutschland geht eins von drei Kindern mit leerem Magen zur Schule…

Tipp: Warum übrigens nicht das Frühstück mit hochwertigem Protein ergänzen? Ich streue jeden Morgen ca. 10g pflanzliches Protein von Nutrilite aus Soja, Erbsen und Weizen über mein Vollkornmüesli. Das liefert mir den lebenswichtigen Makronährstoff in purer Form und stellt zudem einen basischen Bestandteil meiner täglichen Ernährung dar.

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Unser Körper taugt nicht für die Moderne

Bild Affe Mensch Computer

Zu viel Fett, zu viel Zucker, zu viel „Sitzfleisch“: Der Evolutionsmediziner Detlev Ganten erklärt in einem Interview in der Zeit, warum der menschliche Körper für die moderne Zivilisation eigentlich nicht geschaffen ist. Hier eine Kostprobe:

  • „Wir leben mit einer alten Biologie in einer modernen Welt und diese Kluft schafft viele Krankheiten, auf die wir biologisch nicht eingestellt sind, die sogenannten Zivilisationskrankheiten.“
  • „Unsere Wirbelsäule ist für die sitzende Haltung nicht gemacht. Darum werden die Leute krank. Über 50 Prozent aller Schmerzmedikamente werden heute zur Behandlung von muskuloskelettalen Erkrankungen wie Rückenschmerzen eingesetzt“.
  • „Wir leben von Industrienahrung. Das ist teilweise Gift.“

Meine Mit-Bloggerin von http://www.vitaminanalyse.de hat mich auf dieses Interview aufmerksam gemacht – herzlichen Dank. Und hier geht’s zum Artikel.

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War früher alles besser?

Kennen Sie den Spruch „Früher war alles besser“? Es gibt Leute, die ihn ständig und wie ein Mantra herunterleiern. Sie verklären die Vergangenheit und sehen wenig Positives in der Gegenwart. Doch mindestens in einer Hinsicht war es früher wirklich besser, wie Forscher kürzlich herausgefunden haben. Denn die heutigen Erwachsenen sind weniger gesund als die von früher.

Die Forscher haben seit 1987 über 6000 Europäer regelmässig auf Gewicht, Blutdruck und Blutfette hin untersucht und ihre Ergebnisse im European Journal of Preventive Cardiology publiziert. Übergewicht und Bluthochdruck stiegen zwar bei allen Untersuchungsgruppen mit zunehmendem Alter, bei den neueren Untersuchungen waren sie jedoch weiter verbreitet als bei früheren. Auch Diabetes trat bei den neueren Erhebungen bereits in jüngerem Alter auf. Generell haben sich die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um etwa 15 Jahre nach vorne verschoben. Die Wissenschafter machen vor allem die mangelnde Bewegung für diese Entwicklung verantwortlich.

Zwar leben wir heute u.a. dank besserer Hygiene und fortgeschrittener Medizin länger. Gleichzeitig treten aber gewisse Erkrankungen bereits in jüngerem Jahren auf. Das bedeutet insgesamt, dass wir uns länger mit diesen Erkrankungen rumschlagen müssen. Höchste Zeit für Prävention also, sprich mehr Bewegung. Diese Neuigkeiten motivieren mich, gleich heute noch Sport zu treiben – und Sie?

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Sonne senkt Blutdruck

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Spannende Forschungsergebnisse von der renomierten University of Edinburgh über die Auswirkungen von Sonnenlicht auf unsere Gesundheit. Wie wir bereits wissen, lösen die Strahlen die körpereigene Produktion von Vitamin D aus. Besonders in der dunklen Jahreszeit und in unseren nördlicheren Breitengraden haben viele Menschen einen Mangel dieses Vitamins. Dieses Wissen ist mittlerweile weite verbreitet, ebenso die Supplementation der Ernährung mit Vitamin D (s. auch frühere Beitrage auf diesem Blog). So weit so gut.

Neuste Forschungsergebnisse weisen nun aber darauf hin, dass die Sonne noch weitere Vorteile bringt (nebst der guten Laune und der gesunden Bräune). Dr. Richard Weller und sein Team haben nämlich nachgewiesen, dass Sonnenstrahlen auch den Blutdruck senken! Hören Sie gleich selber von Dr. Weller warum:

den Blutdruck zu senken, das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall zu vermindern. In unseren Blutgefässen wird Stickoxid freigesetzt, wenn Sonne auf die Haut scheint. Dieser Stoff senkt den Blutdruck.

Die Gefahr, an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu sterben, ist 80-mal grösser, als einen tödlichen Hautkrebs zu entwickeln.

infos? http://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-edinburgh-east-fife-22433359

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Beeren gegen Herzinfarkte

verschiedene Beerenfrüchte

Bereits früher habe ich Beiträge über den Nutzen von sekundären Pflanzenstoffen in unserer Nahrung geschrieben (s. etwa hier). Man kann sicher behaupten, dass sie mindestens gleich wichtig für unser Wohlbefinden sind wie die bekannten Mikronährstoffe. Eine weitere Studie bestätigt nun ihren enormen Einfluss auf unsere Gesundheit. Zur Erinnerung, sekundäre Pflanzenstoffe sind jene Pflanzenbestandteile, welche für den Menschen nicht essentiell sind wie die Vitamine oder Mineralstoffe. Trotzdem werden diesen Stoffen, von denen es Zehntausende gibt, gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben.

So auch den Flavanoiden, von denen die erwähnte Studie handelt. Die Forscher der Harvard University haben über 90’000 Frauen im jungen und mittleren Alter während 18 Jahren beobachtet und herausgefunden, dass der regelmässige Konsum von Beeren das Herzinfarktrisiko stark senkt. Bereits drei Portionen pro Wochen führt zu einem um 30% tieferen Risiko. Dies liegt an der hohen Konzentration von Flavanoiden in Heidelbeeren oder auch in Erdbeeren.

Ein Weg, sicher zu genug sekundären Pflanzenstoffen zu kommen, ist eine Ergänzung der Ernährung. Hierzu kann ich besonders das einzigartige Produkt Konzentriertes Obst und Gemüse von Nutrilite empfehlen, welches die gleiche Menge an Lycopin, Hesperidin und Ellagsäure liefert, die auch in 5 Portionen verschiedener Obst- und Gemüsesorten enthalten ist.

Konz O&G

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