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8km spazieren für ein Fläschchen Cola

Schon lange beobachten Gesundheitsexperten den Konsum von Soft Drinks mit Besorgnis und fordern eine Reduktion. Sogar Verbote sind im Gespräch. Seit einigen Jahren müssen immerhin die Kalorien auf den Verpackungen angegeben werden. Doch kaum jemand weiss etwas damit anzufangen.

Vielleicht ändert sich das bald. Eine im American Journal of Public Health publizierte Studie beschreibt nämlich einen erfolgreichen, innovativen Ansatz, um die Inhaltsangaben verständlicher zu machen.

Forscher der Universität John Hopkins haben Hinweise angebracht, welche die Kalorienzahl in Relation stellen zu den sportlichen Aktivitäten, die notwendig sind, um die Energie wieder zu verbrennen. Eine Flasche Soft Drink mit 250 Kalorien erfordert entweder einen Spaziergang über 8 Kilometer oder 50 Minuten Joggen! Die Hinweise haben ihre Wirkung nicht verfehlt: In einem mehrmonatigen Versuch in einigen Lebensmittelgeschäften konnten die Forscher eine langfristige Beeinflussung des Konsumverhaltens von Teenagern nachweisen. Sie haben deutlich öfter zu Wasser gegriffen.

Und in der Schweiz? In einer online Umfrage auf 20 Minuten mit über 16’000 Teilnehmenden gibt eine klare Mehrheit von 79% an, solche Hinweise würden ihnen helfen. Nur 17% wäre es egal (Umfrage Stand 21.10.).

Dieses Beispiel illustriert sehr schön, dass die Konsumenten keine Verbote brauchen, sondern schlicht mehr Information.

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Self-Tracking: Fit mit Technik

fit-bit

Schon mal darüber nachgedacht, wichtige Vitalwerte Ihres Körpers öfter zu messen als bei der jährlichen Routinekontrolle? Wenn möglich sogar täglich? Neue Technik und Software machen es heute möglich, Ihren Körper genauer kennen zu lernen. Sie können beispielsweise Schlafverhalten, Blutdruck, Herzfrequenz, Essverhalten, Kalorienverbrauch oder Schritte messen. Messung, Speicherung und Auswertung erfolgen durch Apps, Smartphones oder speziellen Geräten wie dem fitbit (s. Bild).

Self-Tracking“ nennt sich das. Die Geräte liefern die schonungslos ehrliche Wahrheit über den eigenen Lebensstil und dessen möglichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Selbstverständlich ersetzen die Geräte keine ärztliche Untersuchung und Diagnose, wie Kritiker der Geräte nicht müde werden zu betonen.

Und Kritik gibt es einige. Kürzlich erschien ein Beitrag in 20Minuten und provozierte prompt über einhundert Kommentare. Die meisten davon ablehnend, zuweilen gar aggressiv. Hallo? Was bitte spricht denn dagegen, seinen Körper besser kennen zu lernen und dadurch den Gesundheitszustand zu optimieren? In unserer kopflastigen Gesellschaft ist das wahrlich keine dumme Idee.

Der Beobachter bietet eine hilfreiche Übersicht über die verschiedenen Geräte auf dem Markt.

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