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Immunsystem-Drink mit dem gewissen Dreh

Kappe auf, einmal drehen, die Nährstoffe werden freigesetzt.

Kappe auf, einmal drehen, die Nährstoffe werden freigesetzt.

Der weltweit führende Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller Nutrilite hat ein Produkt auf den Markt gebracht, das sich zum Hit entwickeln wird. Phyto2Go ist eine elegante, wohlschmeckende und nährstoffreiche Getränkemischung zur Stärkung des Immunsystems.

Das Produkt besteht aus einer hochwertigen Mehrweg-, BPA-freien Plastikflasche und den mit Nährstoffen gefüllten Kappen. Man füllt die Flaschen mit Wasser (am besten gefiltert!), dreht die Kappe nach links und schon werden Vitamin C, Zink und Beerenextrakte freigesetzt. Der Drink schmeckt nach Granatapfel und Acai.

Die Nährstoffkombination in Phyto2Go ist ein Winner

  • Studien zeigen schon seit Jahren, dass gerade das Vitamin C und auch das Mineral Zink nachweislich das Immunysystem unterstützen. Infektionen können verhindert, gemildert und/oder in der Dauer verkürzt werden.
  • Das Vitamin C stammt aus der Acerola Kirsche. Zusammen mit den Extrakten aus Heidelbeere, Holunderbeere, Weinbeere und Johannisbeere werden wir also mit einer gesunden Portion sekundärer Pflanzenstoffe versorgt. Auch von den Beeren weiss man heute, dass sie höchst gesund sind.

Die einzigartige Kappe wurde speziell von Nutrilite entwickelt und patentiert. Damit lassen sich die Nährstoffe erst unmittelbar beim Konsum freisetzen, was die Haltbarkeit erhöht und Nährstoffgverluste verhindert. Zudem lassen sich so Produktion, Transport und Abfall von Unmengen von Plastikflaschen vermeiden.

Phyto2Go enthält keine künstlichen Farbstoffe, Aromen oder Konservierungsstoffe. Es ist gesüsst mit Steviolglycosiden aus der Stevia-Pflanze. Eine Kappe liefert 45mg Vitamin C, was in der Schweiz 56% einer Tagesmindestdosis entspricht, und 2.6mg Zink (26%).

 

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Krebs: Eigene Schuld oder totaler Zufall?

Die Optimierung von Essen und Bewegung ist wichtig – birgt aber auch Stresspotential.

Die Optimierung von Essen und Bewegung ist wichtig – birgt aber auch Stresspotential.

Krebs ist – das ist eine Binsenweisheit – eine der bedeutendsten Todesursachen weltweit. Tendenz steigend. Heute wissen wir vieles, aber noch lange nicht alles darüber. Im Gegenteil, bei den meisten Menschen herrscht Verwirrung.

Da hilft es auch nicht, dass momentan eine Debatte stattfindet, die man so zuspitzen könnte: Wer Krebs bekommt, hat selber Schuld. Sagen die einen. Die anderen wiederum verweisen u.a. auf die Evidenz genetischer Einflüsse und meinen gewissermassen, man habe eh keinen Einfluss darauf. Also was soll’s.

Hat der Lebensstil nun Einfluss oder nicht?

Diese Debatte ist gefährlich. Denn geprägt von unserer heutigen Leistungsgesellschaft, wo wir alle für unseren (beruflichen) Erfolg selber verantwortlich sind, laufen wir auch Gefahr, eine Krebsdiagnose als „eigene Schuld“ zu verstehen. Er/sie/ich hätte ja mehr Sport treiben können, besser essen etc. Die Konsequenz ist ständiger Stress und Vorwürfe. Zahlreiche Studien beweisen ja schliesslich, wie wichtig ein gesunder Lebensstil ist.

Die andere Seite der Debatte erhielt Aufwind durch eine Studie, welche besagt, dass die meisten Krebserkrankungen schlichtweg ein Fall von Pech sind. Und dann gibt es auch noch die erbliche Vorbelastung. Die Folge dieses Denkens ist, dass man dem Lebensstil keine Beachtung mehr schenkt, denn „sterben musste trotzdem!“.

Es liegt auf der Hand: Beide Arten zu denken sind problematisch. Die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo dazwischen.

Den Lebensstil optimieren, aber unverkrampft

Da wir nunmal unsere Gene und unsere Zellmutationen nicht beinflussen können, bleibt uns immerhin, den Lebensstil zu optimieren. Dabei ist aber eben wichtig, dies in einer entspannten und nicht verkrampften Art zu tun. Das Leben soll ja auch Spass machen und nicht geprägt sein von Ängsten und Stress.

Forscher der Harvard Universität haben gezeigt, wie rund die Hälfte aller Krebsdiagnosen und Krebstodesfälle verhindert werden könnten. Es gelingt mit einem Mix aus vier Massnahmen:

  • Nicht Rauchen
  • Alkohol massvoll konsumieren (max. 1 Drink pro Tag für Frauen und 2 für Männer)
  • Gewicht im Griff behalten (BMI zwischen 18.5 und 27.5)
  • Regelmässig bewegen (mind. 75-150 Min. pro Woche)

 

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Konsumenten kennen Nutzen und Grenzen von Nahrungsergänzungen sehr wohl

Kürzlich wurde ich wieder mal gefragt, warum die Ablehnung mancher Ernährungsexpertern gegen Nahrungsergänzung derart vehement ist. Eine gute und berechtigte Frage.

Einerseits gibt es nachweislich grosse Unterschiede bei den Präparaten, sowohl was Dosierung, Zusammensetzung und Herstellung anbelangt, aber auch was die Qualität der Inhaltsstoffe angeht. Ich denke allerdings nicht, dass dies der Hauptgrund ist, denn Kritiker vergleichen wohl selten Hunderte von Präparaten auf diese Kriterien hin. Nein, ich glaube die Ablehnung ist viel genereller, denn sie gründet auf einer Befürchtung.

Diese Befürchtung geht so: Sobald Nahrumgsergänzungen als sinnvoll bezeichnet oder gar empfohlen werden, kümmern sich die Leute nicht mehr um eine ausgewogene Ernährung, sondern nehmen nur noch Pillen ein. Diese Befürchtung geht klar von einem unmündigen Konsumenten aus. Doch ist sie berechtigt?

Nein. Eine 2015 im Nutrition Journal publizierte Umfrage hat deutlich gezeigt, dass sich die Konsumenten der Nutzen und Grenzen von Nahrungsergänzungsmitteln durchaus bewusst sind. In einer repräsentativen Umfrage wurden 2’159 erwachsene U.S.-Bürger befragt. Für satte 80% ist klar, dass Nahrungsergänzungsmittel keinen Ersatz für eine gesunde Ernährung oder einen gesunden Lebensstil darstellen. Zudem fanden auch 82%, dass man zuerst mit dem Arzt sprechen sollte, bevor man hochdosierte Mono-Präparate zu sich nimmt. Weitere Antworten s. unten.

Die Empfehlung für ein tägliches Multi-Supplement ist überfällig

Die Forscher folgern, dass die Befürchtungen und Zurückhaltung vieler Ernährungsexperten übertrieben sind. Konsumenten können durchaus eine gesunde Ernährung von ergänzenden Präparaten unterscheiden. Konsumenten sind mündig.

Warum also nicht ehrlich sein und zugeben, dass die meisten Menschen den Empfehlungen einer ausgewogenen Ernähung nicht jeden Tag nachkommen können, auch wenn sie es versuchen? Warum nicht die tägliche Einnahme eines hochwertigen, niedrig dosierten Multi-Supplements als Mikronährstoff-Versicherung empfehlen?

So wie es Harvard seit Jahren tut.

 

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8km spazieren für ein Fläschchen Cola

Schon lange beobachten Gesundheitsexperten den Konsum von Soft Drinks mit Besorgnis und fordern eine Reduktion. Sogar Verbote sind im Gespräch. Seit einigen Jahren müssen immerhin die Kalorien auf den Verpackungen angegeben werden. Doch kaum jemand weiss etwas damit anzufangen.

Vielleicht ändert sich das bald. Eine im American Journal of Public Health publizierte Studie beschreibt nämlich einen erfolgreichen, innovativen Ansatz, um die Inhaltsangaben verständlicher zu machen.

Forscher der Universität John Hopkins haben Hinweise angebracht, welche die Kalorienzahl in Relation stellen zu den sportlichen Aktivitäten, die notwendig sind, um die Energie wieder zu verbrennen. Eine Flasche Soft Drink mit 250 Kalorien erfordert entweder einen Spaziergang über 8 Kilometer oder 50 Minuten Joggen! Die Hinweise haben ihre Wirkung nicht verfehlt: In einem mehrmonatigen Versuch in einigen Lebensmittelgeschäften konnten die Forscher eine langfristige Beeinflussung des Konsumverhaltens von Teenagern nachweisen. Sie haben deutlich öfter zu Wasser gegriffen.

Und in der Schweiz? In einer online Umfrage auf 20 Minuten mit über 16’000 Teilnehmenden gibt eine klare Mehrheit von 79% an, solche Hinweise würden ihnen helfen. Nur 17% wäre es egal (Umfrage Stand 21.10.).

Dieses Beispiel illustriert sehr schön, dass die Konsumenten keine Verbote brauchen, sondern schlicht mehr Information.

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Weniger Reparatur, mehr Prävention

Die Meldung ist eigentlich fundamental und sehr besorgniserregend. Trotzdem wird sie kaum wahrgenommen, weil sie doch immer nur das Gleiche wiederholt: Die Kosten in unserem Gesundheitssystem steigen unaufhörlich. So auch letztes Jahr wieder, diesmal allerdings so stark wie noch nie, nämlich 6.7 Prozent. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies fast unglaubliche 3500 Franken Kosten aus der Grundversicherung – pro Person!

Es ist davon auszugehen, dass diese Entwicklung wieder Prämienerhöhungen nach sich ziehen wird. Dies obwohl das Schweizer Gesundheitssystem gemäss einer Studie der OECD und der WHO von 2011 schon zu den teuersten gehört. Klar, die Leistungen sind ebenfalls überdurchschnittlich. Aber trotzdem, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht.

Diese Tatsachen und Entwicklungen sollten die Politik eigentlich dazu veranlassen, ohne Scheuklappen über einen Systemwechsel nachzudenken. Weg von der Reparatur, hin zur Prävention! Besonders die chronischen und damit teuren Gesundheitsfälle könnten oftmals verhindert werden.

Doch Ärzte werden nicht für Prävention bezahlt und können sich daher nicht genügend Zeit nehmen für den einzelnen Patienten. Kommt hinzu, dass immer noch zu viele Patienten nur an einer schnellen Tabletten-Lösung interessiert sind, denn eine Umstellung der Lebensgewohnheiten braucht einen stärkeren Weckruf.

Auch die OECD und WHO empfehlen der Schweiz, das System stärker auf Grundversorgung und Vorsorge auszurichten. Zurzeit (2011) gehen nur 2,3 Prozent aller Ausgaben im Gesundheitssektor in Vorbeugung und Gesundheitskampagnen.

Zur Erinnerung: Die fünf Säulen der Gesundheit sind Flüssigkeitszufuhr, Erholung, ausgewogene Ernährung, positive Lebenseinstellung und ausreichend Bewegung.

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Über die Kritik an Nahrungsergänzungen

Alle paar Monate geschieht es wieder. Die Medien stürzen sich jeweils drauf. Der Konsument wird verunsichert. Die Branche muss aufklären. Die Rede ist von der Kritik an Nahrungsergänzungen. Sobald eine Studie ein Gefahrenpotential erkannt haben will (während hunderte andere Studien und Metaanalysen den Nutzen betonen), dann stürzen sich die Medien drauf. Ist ja klar, die Geschichte hat natürlich Nachrichtenwert.

Achtung Gefahrenstelle

Sicherlich gibt es unseriöse Anbieter, die das Blaue vom Himmel versprechen und Konsumenten, die sich Wunder von der Einnahme versprechen. Diese Leute verwechseln Prävention mit Heilung. Man darf also den Überblick nicht verlieren und muss so einige Kritik relativieren. Hier die zwei gängigsten Kritikpunkte:

  • Es droht die Gefahr der Überdosierung oder Nebenwirkungen. Hier möchte ich mit Paracelsus (1493-1541) antworten: „Allein die Menge macht das Gift.“ Zu viel Wasser kann auch tödlich sein. In entsprechend hoher Dosierung können Mikronährstoffe auch pharmakologische Effekte entwickeln, denn sie sind ja biologisch aktive Substanzen. Wenn Studien über Risiken berichten, dann handelt es sich immer um Dosierungen, die ein Vielfaches über den empfohlenen Tagesmengen betragen!
    Nicht zu vergessen: Präparate im offiziellen Fachhandel sowie von seriösen Direktvertriebsfirmen sind alle von den Schweizer Behörden zugelassen oder fallen unter das sehr strenge Lebensmittelgesetz. Bis ein Präparat verkauft werden darf, müssen unzählige Nachweise für seine Sicherheit und Risikoabklärungen gemacht werden.
  • Und mein Lieblingsargument: Nahrungsergänzung braucht es nicht, denn durch eine „ausgewogene Ernährung“ können alle wichtigen Mikronährstoffe zugeführt werden. Das ist theoretisch richtig. Doch diese Aussage geht von zwei sehr wichtigen Annahmen aus:
  1. Man ernährt sich auch wirklich ausgewogen. Das heisst man folgt der Lebensmittelpyramide und konsumiert u.a. täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse (=mind.600g). Frisch, variiert und schonend zubereitet muss es auch sein. Wenn Sie das also täglich schaffen (ich gratuliere!), dann muss auch noch Voraussetzung Nr. 2 stimmen:
  2. Man ist frei von Risikofaktoren, welche den Bedarf an Mikronährstoffen erhöhen. Was bedeutet das? Ganz einfach: Sie rauchen nicht, trinken nicht, betreiben etwas Sport aber nicht zu viel, Sie sind nicht schwanger, stillen nicht, nehmen die Pille nicht, sind weder Jugendlicher noch Senior, nehmen keine Medikamente, leiden nicht unter Stress, sonnen sich nicht zu häufig, sind keiner Umweltverschmutzung ausgesetzt, sind kein strenger Vegetarier und haben auch sonst keine bestehenden Erkrankungen. Wenn Sie das alles erfüllen, gratuliere ich Ihnen!

Sie sollten auf jeden Fall jeden Tag bestrebt sein, sich ausgewogen zu ernähren und die obigen Risikofaktoren zu vermeiden. Da dies jedoch nur sehr wenige Menschen schaffen, bin ich vom Nutzen von Nahrungsergänzungen absolut überzeugt! Aber sie sind eben das, eine ERGÄNZUNG und kein Ersatz eines gesunden Lebensstils.

Zudem sollten Sie unbedingt darauf achten, ein Präparat mit natürlichen Inhaltsstoffen zu verwenden. Das ist ein weiteres Problem der Berichterstattung in den Medien: Nie wird erwähnt, dass es auch natürliche und moderat dosierte Präparate gibt! Das ist schlicht schlechter Journalismus.

Ach übrigens: Die Harvard Universität empfiehlt ein Multipräparat täglich. Und sie äussert sich hier über die häufigen methodologischen Ungenauigkeiten, welche zu unterscheidlichen Studienergebnissen führen.

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