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Self-Tracking: Fit mit Technik

fit-bit

Schon mal darüber nachgedacht, wichtige Vitalwerte Ihres Körpers öfter zu messen als bei der jährlichen Routinekontrolle? Wenn möglich sogar täglich? Neue Technik und Software machen es heute möglich, Ihren Körper genauer kennen zu lernen. Sie können beispielsweise Schlafverhalten, Blutdruck, Herzfrequenz, Essverhalten, Kalorienverbrauch oder Schritte messen. Messung, Speicherung und Auswertung erfolgen durch Apps, Smartphones oder speziellen Geräten wie dem fitbit (s. Bild).

Self-Tracking“ nennt sich das. Die Geräte liefern die schonungslos ehrliche Wahrheit über den eigenen Lebensstil und dessen möglichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Selbstverständlich ersetzen die Geräte keine ärztliche Untersuchung und Diagnose, wie Kritiker der Geräte nicht müde werden zu betonen.

Und Kritik gibt es einige. Kürzlich erschien ein Beitrag in 20Minuten und provozierte prompt über einhundert Kommentare. Die meisten davon ablehnend, zuweilen gar aggressiv. Hallo? Was bitte spricht denn dagegen, seinen Körper besser kennen zu lernen und dadurch den Gesundheitszustand zu optimieren? In unserer kopflastigen Gesellschaft ist das wahrlich keine dumme Idee.

Der Beobachter bietet eine hilfreiche Übersicht über die verschiedenen Geräte auf dem Markt.

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Schlafen kann ich, wenn ich tot bin

Es gehört zum guten Ton, damit anzugeben, wie wenig Schlaf man braucht. Burberry-Chefin Angela Ahrendts um Beispiel bekomme Kopfschmerzen, wenn sie länger als sechs Stunden schlafe. Credit Suisse-CEO Brady Dougan kommt mit viereinhalb Stunden aus und Henry Ford bezeichnete den Schlaf gar als überflüssig. In unserer Leistungsgesellschaft gilt Schlaf als Schwäche.

Doch diese „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“ Mentalität ist vielleicht schon bald out, denn sie passt nicht mehr in den Lifestyle immer mehr Menschen, die gesundheitsbewusst leben möchten. Schlaf ist gesund, sogar eine der fünf Säulen der Gesundheit, das wissen wir. Wieso das so ist, muss aber erst noch abschliessend geklärt werden.

Die Uni Rochester (New York) konnte diesen Monat eine der möglichen Thesen erstmals experimentell bestätigen: Schlaf reinigt das Gehirn. Das glymphatische System, welches die Gehirnflüssigkeit durch das Gewebe pumpt, sorgt für den Abtransport der Stoffwechsel-Abfallstoffe. Im Schlaf ist dieses System zehnmal so aktiv wie im Wachzustand. Aufgrund der neuen Erkenntnisse gehen Forscher davon aus, dass Schlafmangel mitverantwortlich für die Entstehung von Alzheimer ist.

Dass sich beim Stellenwert von Schlaf etwas tut, haben auch einige Firmen erkannt und bieten beispielsweise Schlafräume an, wie der NZZ-Artikel vom 14.10. zeigt. Und schliesslich ist das Thema auch auf dem Radar des GDI: Das Gottlieb Duttweiler Institut arbeitet zurzeit an einer grossen Studie über den Schlaf. Sie untersuchen dazu unter anderem die Twitter-Daten von Prominenten. Bereits jetzt ist eine interessante Kurzzusammenfassung als Download erhältlich.

Genug Gründe also, den Schlaf nicht mehr als Schwäche anzusehen, sondern zu einem neuen Statussymbol zu erheben. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir jedoch, dass ich zuallererst an mir arbeiten muss, denn in sechs Stunden klingelt auch bei mir schon wieder der Wecker…

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Schlafen ist gesund

Baby relaxing

Die Wissenschaft hat noch nicht abschliessend geklärt, warum wir Menschen eigentlich schlafen. Eins hingegen ist sicher; Schlafmangel ist ungesund. Auf einer meiner Lieblingsseiten, der Huffington Post, erklärt der Schlafforscher Dr. Breus warum:

  • Tag-/Nachtrhythmus: Störungen und Störungen werden für folgende Leiden mitverantwortlich gemacht: Psychiche Beschwerden, Demenz, Diabetes, Autoimmunkrankheiten, rheumaähnliche Arthritis und Krebs.
  • Stoffwechsel: Unterbrochener Schlaf ist u.a. verantwortlich für Fettleibigkeit, metabolisches Syndrom und Diabetes.
  • Wenig und unregelmässiger Schlaf erhöht die Anfälligkeit für Entzündungen, welche wiederum mit sehr vielen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht werden.
  • Wenig und unregelmässiger Schlaf behindert das optimale Funktionieren des Immunsystems. Gemäss einigen Studien ist ein Schlafmangel ebenso ungesund wie Stress.
  • Und natürlich hat wenig Schlaf auch Einfluss darauf, wie wir mit Stress umgehen. Stress und Schlaf hängen sowieso eng zusammen und beeinflussen sich direkt gegenseitig – negativ wie positiv.

Auch unsere Gene werden innerhalb kürzester Zeit von Schlafmangel beeinflusst, wie eine weitere Studie beweist. Bereits eine Woche mit vermindertem Schlaf führt dazu, dass über 700 Gene ihre Aktivität reduzieren.

Für alle, die noch nicht genug haben: Gemäss einer Studie der Universität von Colorado führt Schlafmangel auch zu Gewichtszunahme. Dafür reicht schon eine Reduktion auf fünf Stunden Schlaf an fünf aufeinanderfolgenden Nächten. Der Grund dafür liegt im Sättigungsgefühl: Unausgeschlafene essen zuviel und nehmen logischerweise zu.

Wer sich übrigens fragt, ob der gesündeste Schlaf tatsächlich vor Mitternacht ist, findet hier die Antwort: Für das Erholungsgefühl am Morgen ist wohl die erste Hälfte des Nachtschlafes am wichtigsten, denn da hat man besonders viele Tiefschlafanteile. Ob diese erste Hälfte allerdings vor oder nach Mitternacht liegt, ist egal.

Empfohlen werden übrigens sieben bis acht Stunden Schlaf.

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