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Harte Fakten zu Früchten und Gemüse

Täglich sollten wir möglichst viele Farben aus dem Spektrum von Früchten und Gemüse konsumieren

Gesundheitsbewusste Leserinnen und Leser wissen, dass der Konsum von 5 Portionen Früchte und Gemüse einen zentralen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung darstellt. Zur Sicherheit hier nochmals: Sie sollten jeden Tag mindestens fünf Portionen à 120g konsumieren, idealerweise sind drei davon Gemüse. Sie sollten farblich variiert essen und auch der Zubereitung Beachtung schenken. Es nützt schliesslich wenig, wenn Sie hochwertigen Lebensmitteln im Wasserbad die Nährstoffe austreiben.

Kurz: Wir wissen, F&G sind gesund und wir sollten mehr davon essen. Aber welchen Krankheiten lässt sich entgegenwirken? Wie ist der Stand der Forschung? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat 2012 eine grosse Metaanalyse durchgeführt, also viele Studien kritisch unter die Lupe genommen und die Ergebnisse zusammengetragen. Hier der Stand der Wissenschaft (geordnet nach abnehmender Evidenz):

  • Bluthochdruck: Ein vermehrter Konsum von F&G ist klar mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Koronare Herzkrankheit: Ein vermehrter Konsum von F&G ist klar mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Schlaganfall: Ein vermehrter Konsum von F&G ist klar mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Krebskrankheiten: Ein vermehrter Konsum von F&G ist wahrscheinlich mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Demenz: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Zunahme des Körpergewichts: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Gewisse Augenkrankheiten: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Osteoporose: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Lungenkrankheiten Asthma und COPD: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Rheumatoide Arthritis: Ein vermehrter Konsum von F&G ist möglicherweise mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Diabetes mellitus Typ 2: Ein vermehrter Konsum von F&G ist wahrscheinlich nicht mit einem geringeren Risiko verbunden.

Für entzündliche Darmkrankheiten, Glaukom und diabetische Retinopathie war die Evidenz für einen Zusammenhang unzureichend. Die DGE schliesst ihre Analyse mit der Aussage:

Die umfassende Bewertung der Rolle von Gemüse und Obst zeigt, dass der Konsum von Gemüse und Obst die Gesunderhaltung fördert und damit die Forderung nach einer Erhöhung des Gemüse- und Obstverzehrs aus wissenschaftlicher Sicht berechtigt und eine ernährungs- sowie gesundheitspolitische Förderung des Gemüse- und Obstverzehrs wünschenswert ist.

Übrigens: ExtraPortion Natur kann auf Facebook geliked und auf Twitter gefolgt werden.

 

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Sonne senkt Blutdruck

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Spannende Forschungsergebnisse von der renomierten University of Edinburgh über die Auswirkungen von Sonnenlicht auf unsere Gesundheit. Wie wir bereits wissen, lösen die Strahlen die körpereigene Produktion von Vitamin D aus. Besonders in der dunklen Jahreszeit und in unseren nördlicheren Breitengraden haben viele Menschen einen Mangel dieses Vitamins. Dieses Wissen ist mittlerweile weite verbreitet, ebenso die Supplementation der Ernährung mit Vitamin D (s. auch frühere Beitrage auf diesem Blog). So weit so gut.

Neuste Forschungsergebnisse weisen nun aber darauf hin, dass die Sonne noch weitere Vorteile bringt (nebst der guten Laune und der gesunden Bräune). Dr. Richard Weller und sein Team haben nämlich nachgewiesen, dass Sonnenstrahlen auch den Blutdruck senken! Hören Sie gleich selber von Dr. Weller warum:

den Blutdruck zu senken, das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall zu vermindern. In unseren Blutgefässen wird Stickoxid freigesetzt, wenn Sonne auf die Haut scheint. Dieser Stoff senkt den Blutdruck.

Die Gefahr, an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu sterben, ist 80-mal grösser, als einen tödlichen Hautkrebs zu entwickeln.

infos? http://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-edinburgh-east-fife-22433359

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Mediterrane Ernährung kann sogar heilen

Leckere Antipasti - Mittelmeerküche

Schon lange wird die mediterrane Ernährung als sehr gesund angepriesen. Bereits viele Studien haben darauf hingewiesen, dass  Franzosen, Italiener, Greichen und Israeli ein tieferes Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte aufweisen, obwohl auch sie fett- und kohlenhydratreich essen.

Die Mittelmeer-Küche senkt also das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Nun hat eine spanische Studie (Link) neue, spektakuläre Erkenntnisse zu Tage gefördert. So wird nicht nur das Risiko gesenkt, sondern man kann richtiggehend von einer heilenden Wirkung der Mittelmeer-Küche sprechen! Die Wissenschafter haben 7447 Menschen im Alter von 55 bis 80 Jahren untersucht, die allesamt zur Herz-Kreislauf-Risikogruppe gehörten. Also Raucher, Diabetiker, Übergewichtige oder Menschen mit zu hohen Cholesterinwerten. Die Probanden wurden in drei Gruppen aufgeteilt, welche folgende Auflagen erhielten:

  • 1. Gruppe: So weiteressen wie bisher (Kontrollgruppe)
  • 2. Gruppe: Mediterrane Kost, angereichert mit einem Liter Olivenöl pro Woche
  • 3. Gruppe: Mediterrane Kost, angereichert mit 200g gemischten Nüssen pro Woche

Nach fünf Jahren waren die Resultate mehr als deutlich: Bei den beiden Gruppen mit Mittelmeerkost kam es zu rund 30 Prozent weniger Herzinfarkten, Hirnschlägen oder Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Versagen als in der Kontrollgruppe! Diese Resultate sind wirklich erstaunlich deutlich und haben die Fachwelt überrascht!

Die Anzahl Kalorien spielte im Versuch keine Rolle. Die Probanden konnten so viel Antipasti, Spaghetti und griechischen Salat essen, wie sie wollten. Für uns, die aus dieser Geschichte Lehren ziehen wollen: So sah die in der Studie verordnete mediterrane Kost aus:

  • Kaltgepresstes Olivenöl: mindestens 4 Esslöffel pro Tag
  • Baum- und Erdnüsse: 30 Gramm pro Tag
  • Frische Früchte: mindestens 3 Portionen pro Tag
  • Gemüse: mindestens 2 Portionen pro Tag
  • Fisch und Meeresfrüchte: mindestens 3 Portionen pro Woche
  • Hülsenfrüchte: mindestens 3 Portionen pro Woche
  • Soffritto (Tomaten-Zwiebel-Sauce): mindestens 2 Portionen pro Woche
  • Geflügel: statt Rind- oder Schweinefleisch
  • Wein: mindestens 7 Gläser pro Woche
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