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Konsumenten kennen Nutzen und Grenzen von Nahrungsergänzungen sehr wohl

Kürzlich wurde ich wieder mal gefragt, warum die Ablehnung mancher Ernährungsexpertern gegen Nahrungsergänzung derart vehement ist. Eine gute und berechtigte Frage.

Einerseits gibt es nachweislich grosse Unterschiede bei den Präparaten, sowohl was Dosierung, Zusammensetzung und Herstellung anbelangt, aber auch was die Qualität der Inhaltsstoffe angeht. Ich denke allerdings nicht, dass dies der Hauptgrund ist, denn Kritiker vergleichen wohl selten Hunderte von Präparaten auf diese Kriterien hin. Nein, ich glaube die Ablehnung ist viel genereller, denn sie gründet auf einer Befürchtung.

Diese Befürchtung geht so: Sobald Nahrumgsergänzungen als sinnvoll bezeichnet oder gar empfohlen werden, kümmern sich die Leute nicht mehr um eine ausgewogene Ernährung, sondern nehmen nur noch Pillen ein. Diese Befürchtung geht klar von einem unmündigen Konsumenten aus. Doch ist sie berechtigt?

Nein. Eine 2015 im Nutrition Journal publizierte Umfrage hat deutlich gezeigt, dass sich die Konsumenten der Nutzen und Grenzen von Nahrungsergänzungsmitteln durchaus bewusst sind. In einer repräsentativen Umfrage wurden 2’159 erwachsene U.S.-Bürger befragt. Für satte 80% ist klar, dass Nahrungsergänzungsmittel keinen Ersatz für eine gesunde Ernährung oder einen gesunden Lebensstil darstellen. Zudem fanden auch 82%, dass man zuerst mit dem Arzt sprechen sollte, bevor man hochdosierte Mono-Präparate zu sich nimmt. Weitere Antworten s. unten.

Die Empfehlung für ein tägliches Multi-Supplement ist überfällig

Die Forscher folgern, dass die Befürchtungen und Zurückhaltung vieler Ernährungsexperten übertrieben sind. Konsumenten können durchaus eine gesunde Ernährung von ergänzenden Präparaten unterscheiden. Konsumenten sind mündig.

Warum also nicht ehrlich sein und zugeben, dass die meisten Menschen den Empfehlungen einer ausgewogenen Ernähung nicht jeden Tag nachkommen können, auch wenn sie es versuchen? Warum nicht die tägliche Einnahme eines hochwertigen, niedrig dosierten Multi-Supplements als Mikronährstoff-Versicherung empfehlen?

So wie es Harvard seit Jahren tut.

 

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Endlich verlässliche Daten zum Essverhalten

In der Schweiz haben wir eigentlich keine Ahnung, was und wie viel davon die Menschen täglich essen. Na gut, wir können es schätzen anhand der produzierten, importierten und eingekauften Mengen. Dass dies aber relativ wenig über den effektiven Verzehr aussagt, liegt auf der Hand. So wandern zum Beispiel 19% der Früchte und Gemüse zu Hause in den Abfall.

Dieses Tappen im Dunkeln soll nun ein Ende haben, denn zwischen Januar 2014 und Februar 2015 findet die erste je durchgeführte nationale Studie zu den Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten der Schweizer Bevölkerung (menuCH) statt. Ja, Sie vermuten richtig; die Schweiz gehört wieder mal zu den Letzten. Mit den Resultaten sollen unter anderem Ernährungsempfehlungen überprüft und Präventionsmassnahmen besser koordiniert werden können. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Resultate und werde selbstverständlich an dieser Stelle darüber berichten.

Natürlich stösst die Studie auch auf Kritik, namentlich wegen den Kosten von rund zwei Millionen Franken. Kritiker monieren auch, der Staat wolle einmal mehr seine Bürger bevormunden. Diese Kritik ist nicht von der Hand zu weisen, doch letztendlich geht es darum, die Gesundheit der Gesamtbevölkerung zu verbessern. Davon werden das Gesundheitssystem und die Sozialwerke profitieren.

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