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Verdichteter Boden wird zum Problem

Noch ein Grund, auf die Herkunft und Verarbeitung unserer Speisen zu achten und bei Bedarf zusätzliche Nährstoffe beizufügen: nämlich das Problem verdichteter Böden.

Mindestens ein Drittel der Zentralschweizer Böden ist so verdichtet, dass Pflanzen nicht mehr richtig wachsen. Schuld sind die schweren Geräte der Bauern (NZZ am Sonntag vom 17.11.2013). Dies ist das Fazit einer noch unveröffentlichen Untersuchung des Luzerner Umweltamts.

«Das Wasser versickert teilweise nicht mehr, es kommt vermehrt zu Erosion», so das Umweltamt. Dies könne nicht nur zu Ertragsverlusten führen, auch die Biodiversität leide, da Bodenlebewesen wie etwa Regenwürmer keinen Lebensraum mehr finden. «Reicht die Verdichtung einmal bis in den Unterboden, ist dies kaum mehr rückgängig zu machen». Gesunder Boden bestehe aus Hohlräumen, in denen Wasser, Luft und Nährstoffe zirkulieren können. Intensiv genutzte Böden wie Äcker und Weideflächen würden oft mit schweren Maschinen befahren, was die Hauptursache für die Verdichtung sei, sagt Widmer. Im Kanton Baselland hat das Gewicht der schwersten Traktoren seit 1992 durchschnittlich um 45 Prozent zugenommen.

Auch das Umweltministerium von Nordrhein-Westfalen warnt in einer über 40-seitigen Broschüre vor den Folgen der Verdichtung: „Der Unterboden als Quelle für Nahrstoffe und Wasser wird daher nicht erschlossen“ und „Die Nährstoffaufnahme der Pflanzen sinkt“ (S. 19).

Dass es auch anders geht, zeigt das kalifornische Nahrungsergänzungsunternehmen Nutrilite, das seine 2500 Hektaren Anbaufläche konsequent biologisch bebaut, jährlich die Anzahl der Mikroben kontrolliert und sogar ägyptische Regenwürmer aussetzt, damit der Boden noch besser mit den wichtigen Hohlräumen versehen wird.

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