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Kampagne für unterernährte Kinder

Während wir hierzulande im Dschungel überfüllter Supermärkte nach Orientierung suchen, leiden immer noch Millionen Menschen an Unter- und Mangelernährung. Die WHO geht davon aus, dass rund ein Drittel aller Todesfälle von Kindern darauf zurückzuführen ist. Doch auch viele der überlebenden Kinder tragen Schädigungen davon. Denn ein Mangel an nährstoffreichem Essen in den ersten Jahren kann zu vermindertem Wachstum, neurologischen Schäden oder schwachem Immunsystem führen.

Zahlreiche Hilfswerke nehmen sich dem Schutz von Kindern an – eine Übersicht in der Schweiz aktiver Organisationen gibt’s hier.

Lobens- und unterstützungswert ist auch die Initiative „Power of 5“ des Nahrungsergänzungsmittelherstellers Nutrilite. Die Firma verbindet ihren Wunsch, Verantwortung zu unternehmen, mit dem, was sie am besten kann: Mit der Produktion von hochwertigen, naturbasierten Vitamin-, Mineralstoff- und Pflanzenbegleitstoff-Supplementen.

In Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk CARE werden Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren in 15 Ländern unterstützt. Sie erhalten das eigens entwickelte und weltweit erste mit pflanzlichen Nährstoffen angereicherte Supplement gegen Mangelernährung: Little Bits™. Das Produkt hilft diesen Kindern, das 5. Lebensjahr zu erreichen und ein normales Leben führen zu können – daher der Name „Power of 5“.

Um auf das Anliegen und die Kampagne aufmerksam zu machen, wurde 2014 ein Weltrekordversuch unternommen. Dieser ist geglückt: Es kamen 260,872 Handabdrücke zusammen.

Unterstützen Sie „Power of 5“ hier. Die Versorgung über einen Monat hinweg für 1 Kind kostet 10 US-Dollar.

 

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Snacks zwischendurch: Kampf dem Zucker

Wir alle haben einen persönlichen Feind. Manche nennen es auch „Laster“ oder „Schwäche“. Wir wissen, dass es ungesund ist und trotzdem können wir kaum davon lassen. Die einen rauchen, die anderen trinken übermässig, nicht wenige verputzen ganze Chips-Packungen oder sind Bewegungsmuffel. Kennen Sie das? Ich möchte diese Gewohnheiten nicht verniedlichen und nenne sie darum beim Namen: „Feind“. Denn meinem Feind, meiner Nemesis habe ich den Kampf angesagt, nämlich dem Zucker!

Im Englischen würde man sagen „I have a sweet tooth“ – ich nasche gerne. Das heisst, ich müsste wohl eher sagen, ich naschte gerne. Kaum eine Gelegenheit habe ich ausgelassen, etwas Schokolade hier oder ein Stück Kuchen dort zu erwischen. Ich bin schlank und dachte daher, ich könnte es wegstecken. Zudem achte ich ja sonst auf meine Ernährung und meinen Lebensstil. Ein kleines Laster muss jeder haben, hab ich mir jeweils gesagt. Doch damit ist Schluss. Warum genau kann ich nicht mal sagen, irgendwoher kam ein letzter Tropfen ins berühmte übervolle Fass.

Zucker ist eine Epidemie, er ist überall. Seine Effekte sind so verheerend, dass die WHO ihre Empfehlung kürzlich drastisch auf noch sechs Teelöffel pro Tag gesenkt hat. Seit Anfang Februar habe ich mein Verhalten daher (für meine Verhältnisse) radikal umgestellt. Und siehe da – es geht viel besser, als ich befürchtet hatte.

Jetzt ist es nicht so, dass ich eine Nulltoleranz gegen Zucker einhalte. Nein, aber ich lasse schlicht die unnötigen Gelegenheiten weg. Mein Geheimnis? Substitution. Die süssen Kleinigkeiten ersetze ich mit Früchten, Beeren, Nüssen, Hüttenkäse oder getrockneten Feigen. Zudem trinke ich noch mehr Wasser, was die Lust nach süssen Knabbereien zusätzlich dämpft.

Wer es mir gleich tun will, findet hier weitere Infos zu einem Leben ohne Zucker und Tipps gegen Heisshunger. Viel Erfolg!

 

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WHO: Ungesundes Essen ist schlimmer als Rauchen

Bild de schutter WHO

Starke Aussagen an der WHO-Konferenz von letzter Woche. Die Generalsekretärin Margaret Chan kritisierte, dass immer noch Fertignahrung und Getränke mit zu hohem Zuckergehalt allgegenwärtig, bequem und billig seien. Insbesondere die Zunahme von Fettsucht bei Kindern nannte sie besorgniserregend. Und der UNO-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter (Bild), fügte an, eine ungesunde Ernährung sei heute ein grösseres Risiko für die Gesundheit als das Rauchen!

Diese Aussage hat selbstredend viele Leute aufgescheucht. Die WHO sagt zwar schon lange, dass die meisten Erkrankungen ernährungsbedingt seien, doch ein solch deutlicher Vergleich ist neu. Und lenkt die Diskussion sogleich zum Thema Prävention. Diese gestaltet sich für eine ausgewogene Ernährung natürlich ungleich schwieriger als in der simplen Welt von Rauchen oder Nichtrauchen. So können die Präventionskampagnen gegen Übergewicht auch kontraproduktive Wirkungen haben.

Anstatt einfach jede Art von Übergewicht zu verteufeln, sollte man also die Bevölkerung über einfache Zusammenhänge einer gesunden Ernährung und eines gesunden Lebensstils informieren. Denn schlank ist nicht automatisch gesund. Gesundheit baut mindestens auf die folgenden Säulen:

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (und zwar Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte)
  • Regelmässige Bewegung
  • Genug Schlaf und Erholung
  • Vermeidung von Risiken (z.B. Rauchen, Trinken)
  • Ausgewogene Ernährung
  • Positive Lebenseinstellung, z.B. ein intaktes Sozialleben

Hier noch eine lustige Meldung des Tages, wenn wir schon von zuckerhaltigen und bequem zu konsumierenden Getränken sprechen: Gemäss der NZZ am Sonntag tüftelt u.a. Coca Cola an einer Kapsellösung, wie sie Nespresso seit Jahren höchst erfolgreich betreibt. Schon bald könnte neben der Nespresso-Maschine in vielen Haushalten also noch eine Coca Cola-Maschine stehen. Das wird dann wohl doch nix mit der besseren Gesundheit…

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Weniger Reparatur, mehr Prävention

Die Meldung ist eigentlich fundamental und sehr besorgniserregend. Trotzdem wird sie kaum wahrgenommen, weil sie doch immer nur das Gleiche wiederholt: Die Kosten in unserem Gesundheitssystem steigen unaufhörlich. So auch letztes Jahr wieder, diesmal allerdings so stark wie noch nie, nämlich 6.7 Prozent. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies fast unglaubliche 3500 Franken Kosten aus der Grundversicherung – pro Person!

Es ist davon auszugehen, dass diese Entwicklung wieder Prämienerhöhungen nach sich ziehen wird. Dies obwohl das Schweizer Gesundheitssystem gemäss einer Studie der OECD und der WHO von 2011 schon zu den teuersten gehört. Klar, die Leistungen sind ebenfalls überdurchschnittlich. Aber trotzdem, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht.

Diese Tatsachen und Entwicklungen sollten die Politik eigentlich dazu veranlassen, ohne Scheuklappen über einen Systemwechsel nachzudenken. Weg von der Reparatur, hin zur Prävention! Besonders die chronischen und damit teuren Gesundheitsfälle könnten oftmals verhindert werden.

Doch Ärzte werden nicht für Prävention bezahlt und können sich daher nicht genügend Zeit nehmen für den einzelnen Patienten. Kommt hinzu, dass immer noch zu viele Patienten nur an einer schnellen Tabletten-Lösung interessiert sind, denn eine Umstellung der Lebensgewohnheiten braucht einen stärkeren Weckruf.

Auch die OECD und WHO empfehlen der Schweiz, das System stärker auf Grundversorgung und Vorsorge auszurichten. Zurzeit (2011) gehen nur 2,3 Prozent aller Ausgaben im Gesundheitssektor in Vorbeugung und Gesundheitskampagnen.

Zur Erinnerung: Die fünf Säulen der Gesundheit sind Flüssigkeitszufuhr, Erholung, ausgewogene Ernährung, positive Lebenseinstellung und ausreichend Bewegung.

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